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V ZB 12/20 ECLI:DE:BGH:2022:060922BVZB12.20.0 KI-generiert

Calculation of attorney fee value in forced auction legal appeal based on nominal land charge amount under § 26 No. 1 RVG

Geschäftsnummer V ZB 12/20
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) fixed the litigation value for attorney's fees at €1,000,000 for the legal representative of the creditor in the legal appeal (Rechtsbeschwerde) stage of a forced auction proceeding. This order resolved the creditor's application to determine the value basis for professional fees, as the court fees in this specific appellate stage are not calculated based on the subject matter value but rather by flat rates under the German Lawyers' Fees Act (RVG). The court determined that because no separate value determination for the real property had yet been conducted, the litigation value had to be calculated based on the nominal amount of the land charge (Grundschuld), which stood at €1,000,000. The decision relied on § 26 No. 1 RVG, which stipulates that in forced executions representing a creditor, the value is determined by the right held or the value of the execution object, using the lower of the two; consequently, no separate value determination was required for the period after the main proceedings were resolved, as the fees had already accrued. The proceeding was declared free of court costs, and no reimbursement of costs was ordered.

Legislator-Regeste

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§ 33 Abs. 1 RVG, § 1 Abs. 3 RVG, § 26 Nr. 1 RVG, § 33 Abs. 9 RVG; Calculation of attorney fee value in forced auction legal appeal based on nominal land charge amount under § 26 No. 1 RVG: Der Verfahrensbevollmächtigte der Gläubigerin (Beteiligte zu 2) hat beantragt, den Gegenstandswert für seine anwaltliche Tätigkeit festzusetzen. Die Wertfestsetzung hat nach § 33 Abs. 1 RVG zu erfolgen, weil sich die Gerichtsgebühren im vorliegenden Rechtsbeschwerdeverfahren nicht nach dem Gegenstandswert richten (vgl. Senat, Beschluss vom 28. April 2022 - V ZB 12/20, juris Rn. 10). Über den Antrag ist nach Inkrafttreten von § 1 Abs. 3 RVG auch beim Bundesgerichtshof gemäß § 33 Abs. 8 Satz 1 Halbsatz 1 RVG durch den Einzelrichter zu entscheiden (vgl. BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 9. August 2021 - GSZ 1/20, NJW 2021, 3191).

Schlagwörter

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Festsetzung des Anwaltshonorars Kostenberechnung Zwangsverwertung von Grundstücken Grundlast Nominalwert unbewegliches Vermögen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

Der Gegenstandswert für die anwaltliche Tätigkeit des Verfahrensbevollmächtigten der Beteiligten zu 2 im Rechtsbeschwerdeverfahren wird auf 1.000.000 € festgesetzt.

[GRUENDE]

I. Der Verfahrensbevollmächtigte der Gläubigerin (Beteiligte zu 2) hat beantragt, den Gegenstandswert für seine anwaltliche Tätigkeit festzusetzen. Die Wertfestsetzung hat nach § 33 Abs. 1 RVG zu erfolgen, weil sich die Gerichtsgebühren im vorliegenden Rechtsbeschwerdeverfahren nicht nach dem Gegenstandswert richten (vgl. Senat, Beschluss vom 28. April 2022 - V ZB 12/20, juris Rn. 10). Über den Antrag ist nach Inkrafttreten von § 1 Abs. 3 RVG auch beim Bundesgerichtshof gemäß § 33 Abs. 8 Satz 1 Halbsatz 1 RVG durch den Einzelrichter zu entscheiden (vgl. BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 9. August 2021 - GSZ 1/20, NJW 2021, 3191).

II. Der Gegenstandswert für die anwaltliche Tätigkeit des Verfahrensbevollmächtigten der Gläubigerin im Rechtsbeschwerdeverfahren beträgt 1.000.000 €.

1. Nach § 26 Nr. 1 RVG bestimmt sich der Gegenstandswert in der Zwangsversteigerung bei der Vertretung des Gläubigers nach dem Wert des dem Gläubiger zustehenden Rechts bzw. nach dem Wert des Gegenstands der Zwangsversteigerung (§ 66 Abs. 1, § 74a Abs. 5 ZVG), wenn dieser geringer ist. Eine Wertfestsetzung für das Grundstück ist bislang nicht erfolgt. Der Gegenstandswert für die anwaltliche Tätigkeit des Verfahrensbevollmächtigten der Gläubigerin im Rechtsbeschwerdeverfahren war daher vorliegend nach dem Nominalwert der Grundschuld festzusetzen, der 1.000.000 € beträgt.

2. Einer gesonderten Wertfestsetzung für den Zeitraum nach Erledigung der Hauptsache im Rechtsbeschwerdeverfahren bedarf es nicht, da die anwaltlichen Gebühren zu diesem Zeitpunkt bereits angefallen waren.

III. Das Verfahren ist gebührenfrei; Kosten werden nicht erstattet (§ 33 Abs. 9 RVG).

Hamdorf