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1 StR 438/19 ECLI:DE:BGH:2024:240724B1STR438.19.0 KI-generiert

Fixing the matter value for attorney fees in revision proceedings against an order of confiscation of criminal proceeds under § 73 StGB

Geschäftsnummer 1 StR 438/19
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) ordered the fixation of the matter value for the defense attorney's activities in the revision proceedings at €790,809.15, a sum corresponding to the value of criminal proceeds ordered to be confiscated by the lower court. This decision resolved a procedural dispute regarding the calculation of the subject matter value (Gegenstandswert) for attorney remuneration in a criminal appeal, where the defendant’s counsel challenged the scope of the value associated with the defense against the confiscation order. Relying on § 1 Abs. 3 and § 33 Abs. 1 and 8 RVG, the single judge determined that the value must be based on the defendant’s economic interest in averting the confiscation, specifically adhering to the nominal value of the tituled confiscation claim under § 73 Abs. 1 and § 73c Abs. 1 StGB, with the ruling being free of court fees and without reimbursement of extrajudicial costs.

Legislator-Regeste

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§ 73c Satz 1 StGB, § 1 Abs. 3 RVG, § 33 Abs. 8 Satz 1 RVG, § 2 Abs. 1 RVG, § 32 Abs. 2 RVG; Fixing the matter value for attorney fees in revision proceedings against an order of confiscation of criminal proceeds under § 73 StGB: Der Berichterstatter ist für die beantragte Wertfestsetzung nach § 1 Abs. 3 RVG i.V.m. § 33 Abs. 8 Satz 1 RVG als Einzelrichter zuständig (vgl. BGH, Beschluss vom 9. August 2021 – GSZ 1/20).

Schlagwörter

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Entschädigung des Rechtsanwalts Revision in Strafsachen strafrechtliche Einziehung Streitwert Verteidigungskosten Ertrag

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit im Revisionsverfahren zur Verteidigung des Angeklagten M. gegen die angeordnete Einziehung des Wertes von Taterträgen (§ 73 Abs. 1, § 73c Satz 1 StGB) wird auf 790.809,15 Euro festgesetzt.

Die Entscheidung ergeht gerichtsgebührenfrei; außergerichtliche Kosten werden nicht erstattet.

[GRUENDE]

Der Berichterstatter ist für die beantragte Wertfestsetzung nach § 1 Abs. 3 RVG i.V.m. § 33 Abs. 8 Satz 1 RVG als Einzelrichter zuständig (vgl. BGH, Beschluss vom 9. August 2021 – GSZ 1/20).

Der Gegenstandswert ist nach § 33 Abs. 1, § 2 Abs. 1 RVG auf Antrag des Verteidigers des Angeklagten (§ 32 Abs. 2 RVG) festzusetzen, weil das Landgericht die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 790.809,15 Euro im ersten Rechtsgang angeordnet und sich die Verteidigung im Revisionsverfahren hierauf erstreckt hat (Nr. 4142 des Vergütungsverzeichnisses zum RVG).

Der Gegenstandswert bemisst sich nach dem wirtschaftlichen Interesse des Angeklagten an der Abwehr der Einziehung. Maßgeblich ist der Nominalwert der titulierten Einziehungsforderung (vgl. BGH, Beschluss vom 22. Mai 2019 – 1 StR 471/18 Rn. 2 mwN).

Wimmer