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5 StR 236/24 ECLI:DE:BGH:2024:080724B5STR236.24.0 KI-generiert

Compulsory appointment of a court-appointed interpreter for internal consultations between a non-german-speaking accused and defense counsel under § 187 GVG

Geschäftsnummer 5 StR 236/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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**Order:** The court granted the motion to appoint an interpreter for internal consultations between the accused and his defense counsel. **Dispute and Facts:** In a criminal proceeding, the accused, who does not speak German, requested the compulsory appointment of a translator to facilitate strategic discussions and the preparation of legal remedies with his defense attorney. **Legal Basis:** The decision was based on § 187 Abs. 1 Satz 1 GVG, which mandates the court to provide an interpreter for a non-German-speaking accused to the extent necessary for the exercise of criminal procedural rights, explicitly extending this right to internal defense meetings. Because the defense explicitly requested "unentgeltliche Beiordnung" (compulsory appointment at state expense), the court ordered the immediate appointment of the specified interpreter rather than allowing the defense counsel to engage and claim costs privately under § 46 Abs. 2 RVG.

Legislator-Regeste

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§ 46 Abs. 2 RVG; Compulsory appointment of a court-appointed interpreter for internal consultations between a non-german-speaking accused and defense counsel under § 187 GVG: Gemäß § 187 Abs. 1 Satz 1 GVG zieht das Gericht für einen Beschuldigten, der der deutschen Sprache nicht mächtig ist, einen Dolmetscher oder Übersetzer heran, soweit dies zur Ausübung seiner strafprozessualen Rechte erforderlich ist. Die Norm gilt – wie hier – auch für interne Besprechungen mit dem Verteidiger, etwa zur Vorbereitung von Anträgen und Prozesserklärungen im Rechtsmittelverfahren (Kissel/Mayer, GVG, 10. Aufl., § 187 Rn. 6).

Schlagwörter

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unentgeltliche Rechtsverbeiständung Ernennungsverfahren Verfahrensrechte Vernehmlassungsverfahren Verfahrenssprache obligatorische persönliche Anhörung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

Beiordnung eines Dolmetschers für interne Besprechungen des Beschuldigten mit seinem Verteidiger

[TENOR]

Für ein Mandantengespräch mit seinem Verteidiger, Herrn Rechtsanwalt S. , wird dem Beschuldigten Herr P. , K. , als Dolmetscher beigeordnet.

[GRUENDE]

Dem über seinen Verteidiger gestellten Antrag des Beschuldigten vom 5. Juli 2024 ist zu entsprechen.

Gemäß § 187 Abs. 1 Satz 1 GVG zieht das Gericht für einen Beschuldigten, der der deutschen Sprache nicht mächtig ist, einen Dolmetscher oder Übersetzer heran, soweit dies zur Ausübung seiner strafprozessualen Rechte erforderlich ist. Die Norm gilt – wie hier – auch für interne Besprechungen mit dem Verteidiger, etwa zur Vorbereitung von Anträgen und Prozesserklärungen im Rechtsmittelverfahren (Kissel/Mayer, GVG, 10. Aufl., § 187 Rn. 6).

Da der Verteidiger ausdrücklich die „unentgeltliche Beiordnung“ beantragt hat, ist der Dolmetscher unmittelbar zu bestellen (Kissel/Mayer, GVG, 10. Aufl., § 187 Rn. 9; BeckOK GVG/Allgayer, 23. Ed., § 187 GVG Rn. 5; OLG Celle, Beschluss vom 9. März 2011 – 1 Ws 102/11; vgl. zur alternativ möglichen Feststellung der Erforderlichkeit einer Eigenbeauftragung des Dolmetschers durch den Pflichtverteidiger gemäß § 46 Abs. 2 RVG mit späterer Geltendmachung der Auslagen im Vergütungsfestsetzungsverfahren auch Kissel/Mayer, GVG, 10. Aufl., § 187 Rn. 23, 24).

Der stellvertretende Vorsitzende

Gericke