Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
AnwSt (B) 8/23 ECLI:DE:BGH:2024:230524BANWST.B.8.23.0 KI-generiert

Inadmissibility of non-admission complaint for failure to expressly designate a fundamental legal question under § 145 Abs. 3 Satz 3 BRAO

Geschäftsnummer AnwSt (B) 8/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Court of Justice dismissed the complaint against the refusal to grant leave for revision, upholding the lower court's judgment and ordering the appellant to bear the costs. In disciplinary proceedings against a lawyer, the applicant challenged a procedural ruling by the Bar Court of Justice of North Rhine-Westphalia, which had rejected their prior appeal on procedural grounds. The highest court ruled that the non-admission complaint was inadmissible because the applicant failed to expressly designate a fundamental legal question as required by § 145 Abs. 3 Satz 3 BRAO, and did not meet the specific argumentation standards of § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO in conjunction with § 329 Abs. 1 Satz 1 StPO to demonstrate a violation of the concept of "excuse" (Entschuldigung) or a breach of the right to be heard.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 329 Abs. 1 Satz 1 StPO, § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO, § 473 Abs. 1 Satz 1 StPO; Inadmissibility of non-admission complaint for failure to expressly designate a fundamental legal question under § 145 Abs. 3 Satz 3 BRAO: In disciplinary proceedings against a lawyer, the applicant challenged a procedural ruling by the Bar Court of Justice of North Rhine-Westphalia, which had rejected their prior appeal on procedural grounds. The highest court ruled that the non-admission complaint was inadmissible because the applicant failed to expressly designate a fundamental legal question as required by § 145 Abs. 3 Satz 3 BRAO, and did not meet the specific argumentation standards of § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO in conjunction with § 329 Abs. 1 Satz 1 StPO to demonstrate a violation of the concept of "excuse" (Entschuldigung) or a breach of the right to be heard.

Schlagwörter

KI-generiert
Anwaltszulassung Disziplinarverfahren Verletzung von Verfahrensrechten Anspruch auf rechtliches Gehör Auslegung von Urteilen Revisionsverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Die Beschwerde des Rechtsanwalts gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 2. Senats des Anwaltsgerichtshofs des Landes Nordrhein-Westfalen vom 11. August 2023 wird verworfen.

Der Rechtsanwalt hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

[GRUENDE]

Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unzulässig.

Nach § 145 Abs. 3 Satz 3 BRAO muss die grundsätzliche Rechtsfrage in der Beschwerdeschrift ausdrücklich bezeichnet werden. Daran fehlt es hier. Der Rechtsanwalt hat keine Rechtsfrage ausdrücklich bezeichnet oder in einer Weise angesprochen, die den Anforderungen des § 145 Abs. 3 Satz 3 BRAO genügen könnte. Seinem Schriftsatz vom 27. September 2023 ist schon keine zulässige Verfahrensrüge zu entnehmen, wie sie hier bei dem Verwerfungsurteil des Anwaltsgerichtshofs (§ 329 Abs. 1 Satz 1 StPO, § 143 Abs. 4 Halbsatz 2 BRAO) als Prozessurteil hätte erhoben werden müssen (vgl. Paul in KK-StPO, 9. Aufl., § 329 Rn. 14). Den Darlegungsanforderungen von § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO, § 116 Abs. 1 Satz 2 BRAO im Zusammenhang mit § 329 Abs. 1 Satz 1 StPO (vgl. näher hierzu OLG Bamberg, OLGSt StPO § 329 Nr. 32) ist der Beschwerdeführer nicht gerecht geworden, selbst wenn seine Ausführungen zu der zugleich (erfolglos) beantragten Wiedereinsetzung in den vorigen Stand Berücksichtigung fänden. Denn die Beschwerdeschrift ermöglicht nicht aus sich heraus dem Senat die abschließende Prüfung, ob der Anwaltsgerichtshof den Begriff der Entschuldigung verkannt haben könnte. Damit hat der Beschwerdeführer auch eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör nicht dargelegt.

Der Kostenausspruch folgt aus § 473 Abs. 1 Satz 1 StPO, § 116 Abs. 1 Satz 2 BRAO.

Schoppmeyer

Ettl

Scheuß

Lauer

Niggemeyer-Müller