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1 StR 136/24 ECLI:DE:BGH:2024:140524B1STR136.24.0 KI-generiert

Confiscation of criminal proceeds reduced after unimplemented set-off of lawful seized cash

Geschäftsnummer 1 StR 136/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice partially upheld the defendant's revision, modifying the lower court’s judgment to reduce the ordered confiscation of the value of criminal proceeds from €21,200 to €21,000, while dismissing the remainder of the appeal as unfounded and ordering the defendant to bear the costs. The dispute concerned a conviction for habitual gang fraud, where the defendant challenged the material correctness of the confiscation order based on a prior agreement that €200 in legal cash seized from him would be credited against the state's confiscation claim. Relying on § 73(1) and § 73c(1) of the Criminal Code, the court held that the defendant’s valid declaration of set-off, which the trial court had acknowledged but failed to implement in the final calculation, rendered the corresponding €200 portion of the confiscation order void, thereby reducing the total amount owed.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 4 StPO, § 349 Abs. 2 StPO, § 73c Satz 1 StGB; Confiscation of criminal proceeds reduced after unimplemented set-off of lawful seized cash: The dispute concerned a conviction for habitual gang fraud, where the defendant challenged the material correctness of the confiscation order based on a prior agreement that €200 in legal cash seized from him would be credited against the state's confiscation claim. Relying on § 73(1) and § 73c(1) of the Criminal Code, the court held that the defendant’s valid declaration of set-off, which the trial court had acknowledged but failed to implement in the final calculation, rendered the corresponding €200 portion of the confiscation order void, thereby reducing the total amount owed.

Schlagwörter

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strafrechtliche Einziehung Betrug Ertrag Revision des Strafurteils Streitwert Pfändung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 4 StPO

Procedural basis for modifying the judgment to reflect the successful portion of the appeal.

§ 349 Abs. 2 StPO

Basis for dismissing the remainder of the appeal as unfounded.

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Volltext

1. Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Karlsruhe vom 4. Dezember 2023 in der Einziehungsanordnung dahin geändert, dass die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 21.000 € angeordnet ist; die weitergehende Einziehung entfällt.

2. Die weitergehende Revision wird als unbegründet verworfen.

3. Der Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in fünf Fällen und wegen versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt sowie die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 21.200 € angeordnet. Die hiergegen gerichtete, auf die Rüge der Verletzung materiellen Rechts gestützte Revision des Angeklagten hat den aus der Beschlussformel ersichtlichen geringen Erfolg (§ 349 Abs. 4 StPO); im Wesentlichen ist sein Rechtsmittel unbegründet (§ 349 Abs. 2 StPO).

Die im Fall 12 der Urteilsgründe auf § 73 Abs. 1 Alternative 1, § 73c Satz 1 StGB und in den Fällen 13 bis 16 der Urteilsgründe auf § 73 Abs. 1 Alternative 2, § 73c Satz 1 StGB gestützte Einziehungsanordnung hat in Höhe von 200 € keinen Bestand. Der Angeklagte hat sich, wie in der Strafzumessung ausgeführt wird (UA S. 41), mit der Verrechnung des bei ihm sichergestellten, offensichtlich nicht aus den Taten stammenden, mithin legalen Bargeldes mit einem Nennwert von 200 € mit dem staatlichen Zahlungsanspruch aus § 73 Abs. 1, § 73c Satz 1 StGB einverstanden erklärt; an der Wirksamkeit dieser Erklärung und damit an der Erfüllungswirkung bestehen nach den weiteren Ausführungen des Landgerichts keine Zweifel. Gleichwohl hat es keinen entsprechenden Betrag abgezogen; der Senat holt dies nach (vgl. zum Ganzen BGH, Beschlüsse vom 27. Februar 2024 – 5 StR 569/23 Rn. 4 und vom 20. Februar 2024 – 1 StR 30/24 Rn. 9; jeweils mwN).

Jäger

Fischer

Bär

Leplow

Welnhofer-Zeitler