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1 StR 87/24 ECLI:DE:BGH:2024:160424B1STR87.24.0 KI-generiert

Revison for arson: non-influence of unexamined witness testimony on conviction via objective evidence and other examined witnesses

Geschäftsnummer 1 StR 87/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Criminal Reference (BGH) rejected the defendant's appeal as unfounded, upholding the Landgericht München II's conviction and ordering the defendant to bear the costs of the appellate proceedings and the necessary expenses of the auxiliary victims. The dispute concerned a criminal revision challenging a judgment related to arson, specifically targeting a procedural error where the lower court relied on the testimony of a police officer who had not been formally examined in the main hearing. The BGH ruled that although the Landgericht violated § 261 StPO by incorporating this unexamined witness's statement into its evidence assessment, the error was legally irrelevant under § 337 Abs. 1 StPO because it did not influence the essential findings of fact. The court determined that the conviction was independently secured by the defendant's apprehension near the crime scene, his physical appearance (clothing and soot), lack of signs of intoxication, and objective video evidence from a body camera, all of which were properly established through examined witnesses.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO, § 261 StPO, § 337 Abs. 1 StPO; Revison for arson: non-influence of unexamined witness testimony on conviction via objective evidence and other examined witnesses: The dispute concerned a criminal revision challenging a judgment related to arson, specifically targeting a procedural error where the lower court relied on the testimony of a police officer who had not been formally examined in the main hearing. The BGH ruled that although the Landgericht violated § 261 StPO by incorporating this unexamined witness's statement into its evidence assessment, the error was legally irrelevant under § 337 Abs. 1 StPO because it did not influence the essential findings of fact. The court determined that the conviction was independently secured by the defendant's apprehension near the crime scene, his physical appearance (clothing and soot), lack of signs of intoxication, and objective video evidence from a body camera, all of which were properly established through examined witnesses.

Schlagwörter

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Brandstiftung strafrechtliches Revisionsverfahren objektive Beweise Einvernahme des Opfers konnexe Verfahren unrechtmässig erlangte Beweise

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Main ground for rejecting the appeal as unfounded.

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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts München II vom 7. August 2023 wird als unbegründet verworfen (§ 349 Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die den Nebenklägern im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:

Zwar beanstandet der Angeklagte mit der – entgegen der Ansicht des Generalbundesanwalts zulässig erhobenen (§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO) – Verfahrensrüge zu Recht, dass das Landgericht unter Verstoß gegen § 261 StPO in seiner Beweiswürdigung zum Fall C II der Urteilsgründe die Aussage eines polizeilichen Erstzugriffsbeamten, des Zeugen POM P. , berücksichtigt hat, obwohl dieser ausweislich der Sitzungsniederschrift in der Hauptverhandlung nicht vernommen worden ist. Der Senat kann aber ausschließen, dass wesentliche Urteilsfeststellungen durch diesen Rechtsfehler beeinflusst worden sind (§ 337 Abs. 1 StPO). Maßgeblich für die Überzeugungsbildung der Strafkammer von der Täterschaft und strafrechtlichen Verantwortlichkeit des Angeklagten waren seine Ergreifung in zeitlicher und örtlicher Nähe zum Tatgeschehen, sein Aussehen (insbesondere: Tragen der von der Tatzeugin A. beschriebenen Kleidung und Berußung der Hände) zu diesem Zeitpunkt sowie das Fehlen von Ausfallerscheinungen, die auf eine suchtmittelbedingte Beeinträchtigung seiner Schuldfähigkeit im Tatzeitpunkt hätten hindeuten können (UA S. 21, 35, 40). Dabei hat die Strafkammer die Feststellungen zum äußeren Erscheinungsbild und Auftreten des Angeklagten kurz nach der Brandlegung nicht allein auf die Vernehmung von POM P. als Zeuge gestützt; vielmehr hat sie sich hiervon einen unmittelbaren eigenen Eindruck verschafft durch Heranziehung eines objektiven Beweismittels in Form der Inaugenscheinnahme der von der Zeugin PM’in M. gefertigten Bodycamaufzeichnung von dem Angeklagten nach seiner Ergreifung (UA S. 20/21). Die Zeugin PM’in M. war zugleich eine von zwei Erstzugriffsbeamten, die anhand der Täterbeschreibung der Zeugin A. den Angeklagten in Tatortnähe erspäht, eingeholt und sodann ergriffen hatten, wozu diese beiden – insoweit sachnächsten – Zeugen von der Strafkammer vernommen worden sind (UA S. 21). Zwei weitere Erstzugriffsbeamte haben in der Hauptverhandlung gleichfalls zur Festnahmesituation ausgesagt (UA S. 20).

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