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5 StR 111/24 ECLI:DE:BGH:2024:070524B5STR111.24.0 KI-generiert

Inadmissibility of revision in psychiatric committal proceedings due to defective electronic submission via unauthorized lawyer mailbox

Geschäftsnummer 5 StR 111/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Criminal Justice (5th Senate) dismissed the accused's appeal as inadmissible and ordered him to bear the costs of the legal remedy. The dispute concerned a committal order issued by the Berlin Regional Court in a protective custody proceeding (Sicherungsverfahren) for placement in a psychiatric hospital, which the accused challenged via general substantive revision. The decisive legal basis for the dismissal was the failure to comply with procedural formalities under § 349 Abs. 1 StPO and § 32a StPO; specifically, the revision pleading was submitted via the specialized electronic lawyer mailbox of a different counsel rather than the personally designated representative's mailbox, violating the requirement for secure transmission on a designated secure channel, although the court also noted the appeal would have been unfounded on the merits.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 1 StPO, § 345 Abs. 1 Satz 1 StPO, § 32d Satz 2 StPO, § 32a Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 StPO, § 349 Abs. 2 StPO, § 32a Abs. 3 Alt. 2 StPO; Inadmissibility of revision in psychiatric committal proceedings due to defective electronic submission via unauthorized lawyer mailbox: The dispute concerned a committal order issued by the Berlin Regional Court in a protective custody proceeding (Sicherungsverfahren) for placement in a psychiatric hospital, which the accused challenged via general substantive revision. The decisive legal basis for the dismissal was the failure to comply with procedural formalities under § 349 Abs. 1 StPO and § 32a StPO; specifically, the revision pleading was submitted via the specialized electronic lawyer mailbox of a different counsel rather than the personally designated representative's mailbox, violating the requirement for secure transmission on a designated secure channel, although the court also noted the appeal would have been unfounded on the merits.

Schlagwörter

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strafrechtliches Revisionsverfahren verfahrensrechtliche Fragen E-Justice materielle Voraussetzungen verspätete Einreichung von Urkunden Abänderung der elterlichen Sorge

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 1 StPO

Basis for dismissing the appeal as inadmissible due to failure to comply with formal requirements for the revision plea.

§ 32a Abs. 3 Alt. 2 StPO

Procedural rule requiring secure transmission of electronically signed documents via the designated lawyer's secure mailbox, which was violated.

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Volltext

Die Revision des Beschuldigten gegen das Urteil des Landgerichts Berlin vom 27. November 2023 wird als unzulässig verworfen.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Beschuldigten im Sicherungsverfahren in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Dagegen wendet er sich mit seiner auf die allgemeine Sachrüge gestützten Revision.

1. Das Rechtsmittel ist nach § 349 Abs. 1 StPO nicht zulässig erhoben. Der Generalbundesanwalt hat dazu in seiner Antragsschrift ausgeführt:

Die Revision ist unzulässig, weil sie nicht innerhalb der Frist des § 345 Abs. 1 Satz 1 StPO in einer den Vorgaben der § 32a, § 32d Satz 2 StPO entsprechenden Form begründet worden ist. Zwar hat Rechtsanwalt St. als im Sinne von § 53 BRAO bestellter Vertreter des als Verteidiger beigeordneten Rechtsanwalts K. die Revision für den Beschuldigten begründen können. Nach § 32a Abs. 3 Alt. 2 StPO ist aber zur Wirksamkeit der Revisionsbegründung bei der hier von Rechtsanwalt St. gewählten einfachen Signatur des elektronischen Dokuments dessen Einreichung auf einem sicheren Übermittlungsweg erforderlich gewesen, im Fall der Übertragung über das besondere elektronische Anwaltspostfach im Sinne von § 32a Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 StPO über das Postfach von Rechtsanwalt St. selbst (vgl. nur BGH, Beschluss vom 24. Januar 2023 – 6 StR 466/22, Rn. 4). Tatsächlich ist das elektronische Dokument mit der Revisionsbegründung jedoch über das besondere elektronische Anwaltspostfach des Rechtsanwalts K. übertragen worden (vgl. SA Bd. V Bl. 181-183).

Dem schließt sich der Senat an.

2. Das Rechtsmittel wäre darüber hinaus auch unbegründet im Sinne von § 349 Abs. 2 StPO gewesen, denn die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung hätte keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Beschuldigten ergeben.

Gericke

Köhler

Resch

von Häfen

Werner