Hearing complaint dismissed: prior hearing dispensable where appellate ruling favored taxpayer on pre-2025 enforcement law and joint liability for confiscation of criminal proceeds
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) rejected the convicted defendant’s hearing complaint (Anhörungsrüge) against the Second Criminal Senate’s earlier decision, with costs borne by the defendant. The defendant had challenged the prior appellate ruling, which modified the Landgericht Köln’s judgment to impose joint and several liability for the confiscation of criminal proceeds valued at €39,000, while upholding the application of pre-2025 law regarding immediate enforcement (Vorwegvollzug). The court held that the hearing complaint failed because the application of the old legal regime to immediate enforcement and the order of joint liability were favorable to the defendant, rendering prior hearing unnecessary as he was not disadvantaged by the appellate decision; furthermore, the complaint improperly sought a re-examination of the merits rather than addressing a procedural hearing deficiency. The decisive legal basis includes § 356a StPO (hearing complaint requirements), Art. 316o Abs. 1 Satz 1 EGStGB (transitional law for confiscation enforcement), and the doctrine that prior hearing is dispensable when the appellate decision does not adversely affect the appellant.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 356a StPO, § 465 Abs. 1 StPO; Hearing complaint dismissed: prior hearing dispensable where appellate ruling favored taxpayer on pre-2025 enforcement law and joint liability for confiscation of criminal proceeds: Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung des § 465 Abs. 1 StPO (vgl. BGH, Beschluss vom 10. Oktober 2023 – 2 StR 64/21, juris Rn. 7).
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KI-generiertVolltext
Die Anhörungsrüge des Verurteilten gegen den Senatsbeschluss vom 1. Februar 2024 wird auf seine Kosten zurückgewiesen.
[GRUENDE]
Der Senat hat durch Beschluss vom 1. Februar 2024 auf die Revision des Verurteilten das Urteil des Landgerichts Köln vom 2. Juni 2023 dahin geändert, dass der Verurteilte hinsichtlich der Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 39.000 Euro als Gesamtschuldner haftet. Im Übrigen hat der Senat die Revision des Verurteilten als unbegründet verworfen. Die Berechnung des Vorwegvollzugs auf der Grundlage der nach Art. 316o Abs. 1 Satz 1 EGStGB maßgeblichen Rechtslage hat der Senat entgegen den Einwänden des Generalbundesanwalts unbeanstandet gelassen. Gegen diesen Beschluss wendet sich der Verurteilte mit seiner Anhörungsrüge (§ 356a StPO).
Die Anhörungsrüge hat keinen Erfolg. Sowohl die Anwendung alten Rechts zum Vorwegvollzug (vgl. dazu BGH, Beschluss vom 19. März 2024 - 3 StR 64/24, juris Rn. 3 ff.) als auch die Anordnung der gesamtschuldnerischen Haftung bei der Einziehung des Wertes von Taterträgen (vgl. dazu BGH, Beschluss vom 9. November 2021 – 2 StR 384/21, juris Rn. 3 f.) sind für den Verurteilten günstig. Wird der Beschwerdeführer durch die Entscheidung des Revisionsgerichts nicht beschwert, ist seine vorherige Anhörung entbehrlich (vgl. BGH, Beschlüsse vom 12. April 1994 – 4 StR 765/93, NStZ 1995, 18, und vom 11. März 2008 – 4 StR 454/07, NStZ-RR 2008, 183). Im Übrigen hätte der mit der Anhörungsrüge gehaltene Vortrag dem Senat keine Veranlassung gegeben, anders als geschehen zu entscheiden.
Eine Gegenvorstellung mit dem Ziel der erneuten inhaltlichen Nachprüfung des Urteils aufgrund des Rechtsmittels ist nicht zulässig (vgl. BGH, Beschluss vom 7. November 2018 – 2 StR 345/11, juris Rn. 3).
Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung des § 465 Abs. 1 StPO (vgl. BGH, Beschluss vom 10. Oktober 2023 – 2 StR 64/21, juris Rn. 7).
Menges
Appl
Eschelbach
Meyberg
Zimmermann