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4 StR 204/23 ECLI:DE:BGH:2023:010823B4STR204.23.0 KI-generiert

Mandatory joint and several liability clause in forfeiture order where multiple participants hold disposal rights over criminal spoils

Geschäftsnummer 4 StR 204/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Criminal Procedure dismissed the defendant's appeal as unfounded, upholding the lower court's conviction while ordering a technical correction to the dispositive section of the judgment to explicitly state that the defendant bears joint and several liability for the confiscated amount. The dispute concerned the procedural requirements for forfeiture of proceeds from a crime, specifically where the defendant had received his share of 120 euros directly from the criminal spoils, to which at least one other participant also had ownership or control rights. Relying on established case law regarding the mandatory inclusion of joint and several liability clauses in the dispositive part of judgments when multiple parties hold disposal rights over the illicit gains, the court determined that the lower court failed to properly designate the nature of the defendant's liability, necessitating the specific amendment to the operative part of the ruling despite the substantive outcome remaining unchanged.

Legislator-Regeste

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Mandatory joint and several liability clause in forfeiture order where multiple participants hold disposal rights over criminal spoils: Die Nachprüfung des angefochtenen Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung führt lediglich zu der aus der Beschlussformel ersichtlichen Korrektur der Einziehungsentscheidung. Da der Angeklagte nach den Urteilsgründen seinen Anteil von 120 Euro unmittelbar aus der Tatbeute erhielt, an der zumindest ein weiterer Tatbeteiligter (Mit-)Verfügungsgewalt hatte, bedarf die Haftung des Angeklagten als Gesamtschuldner der Kennzeichnung im Tenor (vgl. BGH, Beschluss vom 27. November 2019 – 2 StR 507/19).

Schlagwörter

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Solidarhaftung Einziehung von Taterträgen prozessleitende Verfügungen Urteilsdispositiv Ertrag Pfändung

Zitierte Rechtsprechung

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2 StR 507/19
November 2019 – 2 StR 507/19).
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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hagen vom 13. Februar 2023 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass der Angeklagte in Höhe des eingezogenen Betrages gesamtschuldnerisch haftet.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.

[GRUENDE]

Die Nachprüfung des angefochtenen Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung führt lediglich zu der aus der Beschlussformel ersichtlichen Korrektur der Einziehungsentscheidung. Da der Angeklagte nach den Urteilsgründen seinen Anteil von 120 Euro unmittelbar aus der Tatbeute erhielt, an der zumindest ein weiterer Tatbeteiligter (Mit-)Verfügungsgewalt hatte, bedarf die Haftung des Angeklagten als Gesamtschuldner der Kennzeichnung im Tenor (vgl. BGH, Beschluss vom 27. November 2019 – 2 StR 507/19).

Quentin

Bartel

Rommel

RiBGH Dr. Maatsch ist wegenUrlaubs an der Unterschriftsleistunggehindert.

Quentin

Marks