Attempted aggravated robbery: Rejection of complete withdrawal under § 24 Abs. 2 StGB due to objective unattainability of the goal
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) dismissed the appeals of the defendants against the Landgericht Essen's conviction for attempted aggravated robbery, upholding the lower court's rejection of a complete withdrawal from the crime under § 24 Abs. 2 StGB. The dispute centered on whether the defendants' failure to open a cash safe in a supermarket and a gaming hall constituted a failed attempt or a valid withdrawal, with the BGH affirming that the attempts were unsuccessful because, based on the defendants' immediate perception, the goals could no longer be achieved with available means due to the flight of victims and activated safety locks, even though the lower court had erroneously relied on the defendants' mistaken assumption that they needed to use different means than originally planned. The decisive legal basis is the doctrine of "failed attempt" versus "withdrawal" under § 24 Abs. 2 StGB, specifically requiring that at the time of the last act of execution, the offender must recognize that the objective cannot be reached with the means at hand, irrespective of whether the original plan was flawed.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 24 Abs. 2 Satz 1 StGB, §§ 74, 109 Abs. 2 JGG; Attempted aggravated robbery: Rejection of complete withdrawal under § 24 Abs. 2 StGB due to objective unattainability of the goal: 2 StGB. The dispute centered on whether the defendants' failure to open a cash safe in a supermarket and a gaming hall constituted a failed attempt or a valid withdrawal, with the BGH affirming that the attempts were unsuccessful because, based on the defendants' immediate perception, the goals could no longer be achieved with available means due to the flight of victims and activated safety locks, even though the lower court had erroneously relied on the defendants' mistaken assumption that they needed to use different means than originally planned. The decisive legal basis is the doctrine of "failed attempt" versus "withdrawal" under § 24 Abs. 2 StGB, specifically requiring that at the time of the last act of execution, the offender must recognize that the objective cannot be reached with the means at hand, irrespective of whether the original plan was flawed.
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KI-generiertMain ground for dismissing the revisions as unfounded due to the lack of legal error to the detriment of the defendants.
Procedural basis for waiving the imposition of costs and expenses of the revision proceedings on specific juvenile defendants.
Volltext
Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Essen vom 15. November 2022 werden als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigungen keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).
Es wird davon abgesehen, den Angeklagten G. und L. die Kosten und Auslagen des Revisionsverfahrens aufzuerlegen (§§ 74, 109 Abs. 2 JGG).
Ergänzend zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:
Die Ablehnung eines strafbefreienden Rücktritts vom versuchten schweren Raub gemäß § 24 Abs. 2 Satz 1 StGB in den Fällen II.3 und II.6 der Urteilsgründe erweist sich im Ergebnis als tragfähig.
Zwar hat das Landgericht seine Annahme eines fehlgeschlagenen Versuchs auch damit begründet, die Angeklagten seien davon ausgegangen, dass die Ausführung des ursprünglichen Tatplans, nämlich die Bedrohung von Mitarbeitern eines Supermarktes bzw. einer Spielhalle mit einer ungeladenen Schreckschusspistole jeweils mit dem Ziel der Öffnung eines Tresors, gescheitert war. Diese Ausführungen lassen besorgen, dass das Landgericht dem Tatplan nicht nur indizielle Bedeutung für das Vorstellungsbild der Angeklagten nach Abschluss der letzten Ausführungshandlung (sog. Rücktrittshorizont) beigemessen, sondern den Fehlschlag maßgeblich darauf gestützt hat, dass die Angeklagten annahmen, zur Erreichung ihres Ziels andere als die ursprünglich geplanten Mittel einsetzen zu müssen (vgl. BGH, Beschluss vom 21. November 2021 – 4 StR 345/21 Rn. 6 mwN).
Jedoch ergeben die durch die Geständnisse der Angeklagten belegten Feststellungen zum Fall II.3 der Urteilsgründe außerdem, dass nach dem maßgeblichen Vorstellungsbild der Angeklagten nach Abschluss der letzten Ausführungshandlung angesichts der Flucht der unmittelbar bedrohten Personen und der Anwesenheit zahlreicher weiterer Mitarbeiter der Überfall weder mit den eingesetzten noch mit anderen tatzeitnah zur Verfügung stehenden Mitteln mit Erfolg zu beenden war. Gleiches gilt im Fall II.6 der Urteilsgründe, bei dem die Angeklagten nach einem gescheiterten Anlauf, den Tresor durch eine bedrohte Mitarbeiterin der Spielhalle öffnen zu lassen, nunmehr erkannten, dass dies wegen des aktivierten Zeitschlosses innerhalb einer von ihnen im Hinblick auf das Entdeckungsrisiko als vertretbar erscheinenden Zeitspanne nicht mehr möglich war.
Quentin
Bartel
Rommel
RiBGH Dr. Maatsch ist wegenUrlaubs an der Unterschriftsleistunggehindert.
Quentin
Marks