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IX ZB 11/23 ECLI:DE:BGH:2023:150623BIXZB11.23.0 KI-generiert

Inadmissibility of Rechtsbeschwerde in insolvency proceedings due to lack of statutory appeal rights and unauthorized representation

Geschäftsnummer IX ZB 11/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (BGH) dismissed the appeal on points of law (Rechtsbeschwerde) as inadmissible, leaving the Landgericht's decision of March 9, 2023, in force and ordering the appellant to bear the procedural costs. The dispute concerned an application in insolvency proceedings where the appellant challenged the lower court's order, arguing for appellate review despite the absence of statutory permission or specific authorization. The court held the appeal was inadmissible primarily because it was not filed by a lawyer authorized to practice before the BGH, as required by §§ 575(1) sentence 1 and 78(1) sentence 3 ZPO. Additionally, the appeal was statutorily non-appealable because neither the Insolvency Act (§ 4 InsO) explicitly provided for such a remedy nor did the Landgericht grant permission, noting that an incorrect legal advice in the lower court's order did not constitute a valid authorization under § 574(1) sentence 1 ZPO.

Legislator-Regeste

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§ 4 InsO, § 577 Abs. 1 Satz 2 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO, § 544 ZPO, § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO; Inadmissibility of Rechtsbeschwerde in insolvency proceedings due to lack of statutory appeal rights and unauthorized representation: Im Übrigen ist die Rechtsbeschwerde auch deshalb unzulässig, weil sie nicht durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden ist (§ 575 Abs. 1 Satz 1, § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO).

Schlagwörter

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Zahlungsunfähigkeit Rechtsberatung gesetzlicher Anspruch unbefugte Rechtsausübung Anwaltszwang Verfahrensüberprüfung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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IX ZB 109/07
Januar 2008 - IX ZB 109/07, WuM 2008, 113).
IX ZB 11/02
März 2002 - IX ZB 11/02, BGHZ 150, 133 ff) und verfassungsrechtlich auch nicht geboten (BVerfGE 107, 395 ff).
BGHZ 150, 133
März 2002 - IX ZB 11/02, BGHZ 150, 133 ff) und verfassungsrechtlich auch nicht geboten (BVerfGE 107, 395 ff).
BVerfGE 107, 395
März 2002 - IX ZB 11/02, BGHZ 150, 133 ff) und verfassungsrechtlich auch nicht geboten (BVerfGE 107, 395 ff).
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Volltext

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 4. Zivilkammer des Landgerichts Neuruppin vom 9. März 2023 wird auf Kosten der Antragstellerin als unzulässig verworfen.

Der Wert des Rechtsbeschwerdeverfahren wird auf 665,06 € festgesetzt.

[GRUENDE]

Die Rechtsbeschwerde ist gemäß § 4 InsO, § 577 Abs. 1 Satz 2 ZPO als unzulässig zu verwerfen. Sie ist nicht statthaft. Weder bestimmt das Gesetz ausdrücklich, dass gegen den Beschluss des Landgerichts die Rechtsbeschwerde statthaft ist (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO), noch hat das Landgericht die Rechtsbeschwerde zugelassen (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO). Die vom Landgericht erteilte - unzutreffende - Rechtsbehelfsbelehrung enthält keine Zulassungsentscheidung. Die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde ist im Gegensatz zu den Regelungen der Revision (§ 544 ZPO) auch nicht anfechtbar (BGH, Beschluss vom 10. Januar 2008 - IX ZB 109/07, WuM 2008, 113). Der Weg einer außerordentlichen Beschwerde ist nicht eröffnet (vgl. BGH, Beschluss vom 7. März 2002 - IX ZB 11/02, BGHZ 150, 133 ff) und verfassungsrechtlich auch nicht geboten (BVerfGE 107, 395 ff).

Im Übrigen ist die Rechtsbeschwerde auch deshalb unzulässig, weil sie nicht durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden ist (§ 575 Abs. 1 Satz 1, § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO).

Schoppmeyer

Lohmann

Schultz

Selbmann

Harms