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4 StR 264/22 ECLI:DE:BGH:2023:310123B4STR264.22.0 KI-generiert

Intent to cause an accident in dangerous interference with road traffic as basis for driver’s license revocation

Geschäftsnummer 4 StR 264/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (4th Criminal Senate) dismissed the defendant's appeal, leaving the Landgericht Aachen's conviction and sentencing fully in force, and ordered the appellant to bear the costs of the proceedings. The dispute concerned the classification of a dangerous interference with road traffic (§ 315 StGB), specifically whether the court erred in finding that the defendant acted with the intent to cause an accident (§ 315 Abs. 3 Nr. 1a StGB) to the detriment of the victim, and whether this finding could legitimately underpin the accompanying revocation of the driver's license. The court held that the lower instance's fact-finding was legally sound, as the conviction rested on a sufficient factual basis derived from objective circumstances, including the defendant’s prior failed attempts to force the victim to stop, the slight collision, and the vehicles' final positions, thereby justifying the aggravated sentencing and measures under §§ 69, 69a StGB.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO; Intent to cause an accident in dangerous interference with road traffic as basis for driver’s license revocation: The dispute concerned the classification of a dangerous interference with road traffic (§ 315 StGB), specifically whether the court erred in finding that the defendant acted with the intent to cause an accident (§ 315 Abs. 3 Nr. 1a StGB) to the detriment of the victim, and whether this finding could legitimately underpin the accompanying revocation of the driver's license. The court held that the lower instance's fact-finding was legally sound, as the conviction rested on a sufficient factual basis derived from objective circumstances, including the defendant’s prior failed attempts to force the victim to stop, the slight collision, and the vehicles' final positions, thereby justifying the aggravated sentencing and measures under §§ 69, 69a StGB.

Schlagwörter

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Verkehrsunfall strafrechtlicher Vorsatz schwerer Fall Strafzumessung Fahrverbot als Massnahme Strassenklassierung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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5 StR 261/22
Proof of conditional intent in sexual abuse of a child based on unproven experience that minors exaggerate their age
4 StR 28/22
Juli 2022 – 4 StR 28/22 Rn.
4 StR 167/21
Dropping stones from a bridge: Intent to damage vehicle roof does not qualify as traffic-specific danger for § 315 Abs. 3 Nr. 1a StGB
4 StR 700/98
September 1999 – 4 StR 700/98, BGHSt 45, 211, 218) – auf einen Sachschaden richtete, hat sich die Strafkammer rechtsfehlerfrei über die objektiven Umstände der Tathandlung hinaus auf die vorherigen Fahrmanöver des Angeklagten, mit denen er den Zeugen P.
BGHSt 45, 211
September 1999 – 4 StR 700/98, BGHSt 45, 211, 218) – auf einen Sachschaden richtete, hat sich die Strafkammer rechtsfehlerfrei über die objektiven Umstände der Tathandlung hinaus auf die vorherigen Fahrmanöver des Angeklagten, mit denen er den Zeugen P.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

This provision serves as the legal basis for dismissing the appeal as unfounded because the review found no legal error to the defendant's detriment.

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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Aachen vom 7. Februar 2022 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Der Feststellung, dass der Angeklagte im Fall II. 3 der Urteilsgründe den vorsätzlichen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr auch zur Herbeiführung eines Unglücksfalls (§ 315 Abs. 3 Nr. 1a StGB) beging, liegt – anders als der Generalbundesanwalt meint – eine tragfähige Beweiswürdigung zugrunde. Die Strafkammer hat sich ihre Überzeugung auf einer hinreichenden Tatsachengrundlage verschafft und aus den Beweisergebnissen einen zumindest möglichen Schluss gezogen (vgl. zu den Anforderungen BGH, Beschluss vom 27. September 2022 – 5 StR 261/22 Rn. 4; Urteil vom 7. Juli 2022 – 4 StR 28/22 Rn. 9). Zum Beleg der entsprechenden Absicht des Angeklagten, die sich – was ausreicht (vgl. BGH, Urteil vom 9. Dezember 2021 – 4 StR 167/21 Rn. 16; Urteil vom 23. September 1999 – 4 StR 700/98, BGHSt 45, 211, 218) – auf einen Sachschaden richtete, hat sich die Strafkammer rechtsfehlerfrei über die objektiven Umstände der Tathandlung hinaus auf die vorherigen Fahrmanöver des Angeklagten, mit denen er den Zeugen P. erfolglos zum Anhalten zwingen wollte, die tatsächliche (leichte) Kollision der Fahrzeuge und deren Endpositionen im Anschluss an eine Gefahrenbremsung des Zeugen gestützt.

Dass der Angeklagte über die Ermöglichung einer Straftat hinaus zugleich zur Herbeiführung eines Unglücksfalls handelte, konnte die Strafkammer somit ohne Rechtsfehler auch bei den angeordneten Maßnahmen nach §§ 69, 69a StGB berücksichtigen.

Quentin

Bartel

Rommel

Scheuß

Momsen-Pflanz