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2 StR 59/23 ECLI:DE:BGH:2023:231123B2STR59.23.0 KI-generiert

Inadmissibility of joint complainant's revision challenging sentencing rather than guilt determination under § 400(1) StPO

Geschäftsnummer 2 StR 59/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Criminal Revision dismissed the joint complainant's appeal as inadmissible, thereby upholding the lower court's conviction and the joint complainant was ordered to bear the costs of the appeal and the defendants' necessary outlays. The dispute concerned a judgment for attempted manslaughter in conjunction with grievous bodily harm, where the joint complainant challenged the sentencing via a substantive appeal, arguing that the defendants acted with intent to kill rather than conditional intent, rendering the juvenile sentences too mild. Under Section 400(1) of the Code of Criminal Procedure, a joint complainant may only appeal to modify the guilt determination for an offense subject to joint complaints; because the appellant's arguments exclusively targeted the legal consequences (sentencing) rather than the underlying criminal law classification, the appeal failed to meet the admissibility requirements for this procedural status.

Legislator-Regeste

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§ 400 Abs. 1 StPO; Inadmissibility of joint complainant's revision challenging sentencing rather than guilt determination under § 400(1) StPO: The dispute concerned a judgment for attempted manslaughter in conjunction with grievous bodily harm, where the joint complainant challenged the sentencing via a substantive appeal, arguing that the defendants acted with intent to kill rather than conditional intent, rendering the juvenile sentences too mild. Under Section 400(1) of the Code of Criminal Procedure, a joint complainant may only appeal to modify the guilt determination for an offense subject to joint complaints; because the appellant's arguments exclusively targeted the legal consequences (sentencing) rather than the underlying criminal law classification, the appeal failed to meet the admissibility requirements for this procedural status.

Schlagwörter

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Strafzumessung Revision des Strafurteils versuchter Totschlag Strafanzeige Beschwerdelegitimation prozessleitende Verfügungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 400 Abs. 1 StPO

Provision cited as the legal basis for declaring the revision inadmissible because the joint complainant's appeal did not target a permissible legal result.

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Volltext

Die Revision des Nebenklägers gegen das Urteil des Landgerichts Aachen vom 5. August 2022 wird als unzulässig verworfen.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels und die den Angeklagten insoweit entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat die Angeklagten unter anderem wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zum Nachteil des Nebenklägers verurteilt. Dagegen richtet sich das Rechtsmittel des Nebenklägers mit der Sachrüge. Die Revision ist unzulässig.

Gemäß § 400 Abs. 1 StPO kann ein Nebenkläger das Urteil nicht mit dem Ziel anfechten, dass eine andere Rechtsfolge der Tat verhängt wird. Die Revision eines Nebenklägers bedarf eines Antrags oder einer Begründung, woraus hervorgeht, dass er eine Änderung des Schuldspruchs hinsichtlich eines Nebenklagedelikts und damit ein zulässiges Ziel verfolgt. Wird eine derartige Präzisierung bis zum Ablauf der Revisionsbegründungsfrist nicht vorgenommen, ist das Rechtsmittel unzulässig (vgl. BGH, Beschlüsse vom 12. August 2021 ‒ 3 StR 450/20, StV 2022, 171 f. mwN). Daran fehlt es hier.

Der Nebenkläger hat seine Sachrüge mit Ausführungen dazu erläutert, dass die Angeklagten nicht nur, wie vom Landgericht angenommen, mit bedingtem Tötungsvorsatz, sondern mit Tötungsabsicht gehandelt hätten; deshalb seien die verhängten Jugendstrafen zu milde. Mit diesen Ausführungen ist nicht dargetan, dass es dem Nebenkläger um eine Verurteilung aufgrund eines anderen Straftatbestands gehe; er greift nur die Rechtsfolgenentscheidung an. Das ist kein zulässiges Rechtsmittelziel.

Krehl

Eschelbach

Zeng

Meyberg

Schmidt