Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4 StR 480/25 ECLI:DE:BGH:2026:120226B4STR480.25.0 KI-generiert

Criminal revision: Unreasoned dismissal under § 349 StPO does not violate the right to be heard

Geschäftsnummer 4 StR 480/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Court of Justice rejected the convicted defendant's motion for a hearing on costs, leaving the lower court's conviction and the appellate court's dismissal of the revision in force. The dispute concerned a criminal appeal against a regional court verdict, where the defendant argued a violation of the right to be heard under Article 103(1) of the German Basic Law due to the appellate court's failure to provide detailed reasoning for dismissing the revision as unfounded under Section 349(2) of the Code of Criminal Procedure and ignoring subsequent arguments in the opposing statement. The court ruled that the motion was unfounded because the right to be heard is not violated by the mere absence of a statutory requirement for a detailed justification in final, non-appealable decisions under the applicable procedural rules, and a higher duty of reasoning does not apply even when new arguments are raised in the respondent's statement.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 349 Abs. 2 StPO, § 356a StPO, Art. 103 Abs. 1 GG, § 465 Abs. 1 StPO; Criminal revision: Unreasoned dismissal under § 349 StPO does not violate the right to be heard: The dispute concerned a criminal appeal against a regional court verdict, where the defendant argued a violation of the right to be heard under Article 103(1) of the German Basic Law due to the appellate court's failure to provide detailed reasoning for dismissing the revision as unfounded under Section 349(2) of the Code of Criminal Procedure and ignoring subsequent arguments in the opposing statement. The court ruled that the motion was unfounded because the right to be heard is not violated by the mere absence of a statutory requirement for a detailed justification in final, non-appealable decisions under the applicable procedural rules, and a higher duty of reasoning does not apply even when new arguments are raised in the respondent's statement.

Schlagwörter

KI-generiert
Anspruch auf rechtliches Gehör strafrechtliches Revisionsverfahren Verletzung von Verfahrensvorschriften gesetzlicher Anspruch Rechtsstaat substantiierte Begründung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
§ 465 Abs. 1 StPO

Cited as the basis for the costs decision in the operative part of the ruling.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Die Anhörungsrüge des Verurteilten vom 4. Februar 2026 gegen den Beschluss des Senats vom 29. Januar 2026 wird auf seine Kosten zurückgewiesen.

[GRUENDE]

Der Senat hat die Revision des Verurteilten gegen das Urteil des Landgerichts Bochum vom 25. April 2025 mit Beschluss vom 29. Januar 2026 gemäß § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen. Dagegen wendet sich der Verurteilte mit seiner Anhörungsrüge vom 4. Februar 2026.

1. Die gemäß § 356a StPO statthafte und zulässige Anhörungsrüge ist unbegründet. Der Anspruch des Verurteilten auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) ist nicht verletzt. Der Senat hat bei seiner Entscheidung weder Verfahrensstoff, zu dem der Verurteilte nicht gehört worden ist, verwertet noch zu berücksichtigendes Vorbringen des Verurteilten übergangen, sondern die Revisionsbegründung des Verurteilten in vollem Umfang bedacht und gewürdigt, sie aber nicht für durchgreifend erachtet.

Aus dem Umstand, dass der Senat die Verwerfung der Revision nicht ausführlich begründet hat, kann nicht auf einen Verstoß gegen den Grundsatz der Gewährung rechtlichen Gehörs geschlossen werden; § 349 Abs. 2 StPO sieht keine Begründung des die Revision verwerfenden Beschlusses vor.Bei diesem Verfahrensgang ergeben sich die für die Zurückweisung des Rechtsmittels maßgeblichen Gründe mit ausreichender Klarheit aus den Entscheidungsgründen des angefochtenen Urteils und dem Inhalt der Antragsschrift des Generalbundesanwalts (vgl. etwa BGH, Beschluss vom 1. Juli 2015 - 4 StR 576/14, juris Rn. 3; Beschluss vom 5. Mai 2014 - 1 StR 82/14, juris Rn. 6 mwN). Eine weiter gehende Begründungspflicht für letztinstanzliche, mit ordentlichen Rechtsmitteln nicht mehr anfechtbare Entscheidungen besteht nicht (vgl. BVerfG, Beschluss vom 30. Juni 2014 - 2 BvR 792/11, juris Rn. 13 ff.; Beschluss vom 23. August 2005 - 2 BvR 1066/05, juris Rn. 4). Das gilt auch dann, wenn in der Gegenerklärung die Sachrüge weiter ausgeführt wurde; eine Mitteilung des Revisionsgerichts, warum es die nachgeschobene Beanstandung für unbegründet erachtet, ist nicht erforderlich (vgl. BGH, Beschluss vom 10. September 2024 - 4 StR 333/23, juris Rn. 3; Beschluss vom 21. Oktober 2015 - 4 StR 241/15, juris Rn. 2 mwN; Beschluss vom 5. Mai 2014 - 1 StR 82/14, juris Rn. 8 mwN).

2. Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung von § 465 Abs. 1 StPO (vgl. BGH, Beschluss vom 27. März 2025 - 4 StR 75/24, juris Rn. 5 mwN).

Quentin

Sturm

Scheuß

Ri‘inBGH Dr. Momsen-Pflanzist krankheitsbedingt an derSignatur gehindert.

Quentin

Marks