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5 StR 177/21 ECLI:DE:BGH:2021:060721B5STR177.21.0 KI-generiert

Aggravated theft: qualified helplessness arising from alcohol-induced inability to resist during sleep

Geschäftsnummer 5 StR 177/21
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (BGH) 5th Criminal Senate rejected the defendant's appeal as unfounded, upholding the Hamburg Regional Court's conviction and ordering the defendant to bear the costs of the appellate proceedings and the victim's necessary expenses. The dispute concerned whether the theft of items from the unwrapping of a sleeping, heavily intoxicated victim constituted a "particularly serious case of theft" under German law, specifically challenging the legal classification of the victim's vulnerability. The court affirmed the conviction based on Section 242, Section 243 Paragraph 1 Sentence 2 Number 6 Variant 1 of the German Criminal Code, ruling that while ordinary healthy sleep does not generally constitute helplessness, it does so when combined with a pathological condition or, as in this case, when the sleeper is rendered unable to defend against the removal of items in their possession due to significant alcohol intoxication.

Legislator-Regeste

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Aggravated theft: qualified helplessness arising from alcohol-induced inability to resist during sleep: Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Schlagwörter

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Strafurteil qualifizierter Diebstahl versuchter Diebstahl qualifizierte Fahrunfähigkeit Abschiebung Besitzesschutz

Zitierte Rechtsprechung

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5 StR 167/90
Mai 1990 - 5 StR 167/90, BGHR StGB § 243 Abs.
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Volltext

Besonders schwerer Fall des Diebstahls: Ausnutzen der Hilflosigkeit eines alkoholisierten Schlafenden

[TENOR]

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 15. Dezember 2020 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:

Die auf die Hilflosigkeit der schlafenden Geschädigten gestützte Verurteilung des Angeklagten wegen Diebstahls nach § 243 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 1. Var. StGB hält rechtlicher Nachprüfung stand. Zwar fällt der „gesunde“ Schlaf nicht ohne weiteres unter den Begriff der Hilflosigkeit im Sinne der Vorschrift. Anders verhält es sich aber, wenn dieser mit einer krankhaften Störung verbunden ist (vgl. BGH, Beschluss vom 15. Mai 1990 - 5 StR 167/90, BGHR StGB § 243 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 Hilflosigkeit 1). Gleiches gilt auch in Fällen, in denen der Schlafende - wie hier - infolge einer erheblichen Alkoholisierung unfähig ist, sich gegen die Wegnahme von in seinem Gewahrsam befindlichen Sachen zu schützen (vgl. MüKo-StGB/Schmitz, 4. Aufl., § 243 Rn. 51; SSW-StGB/Kudlich, 5. Aufl., § 243 Rn. 30; Schönke/Schröder/Bosch, StGB, 30. Aufl., § 243 Rn. 39; NK-StGB/Kindhäuser, 5. Aufl., § 243 Rn. 36; Fischer, StGB, 68. Aufl., § 243 Rn. 21).

Gericke

Berger

Mosbacher

Resch

von Häfen