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VIII ZA 4/22 ECLI:DE:BGH:2022:060922BVIIIZA4.22.0 KI-generiert

Denial of legal aid for non-admission complaint due to manifest lack of prospects

Geschäftsnummer VIII ZA 4/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) rejected the defendant's application for the appointment of a statutory lawyer (Notanwalt) for a proposed non-admission complaint (Nichtzulassungsbeschwerde). The dispute arose from the defendant's intent to challenge the lower court's order refusing to admit a revision appeal, necessitating the appointment of a lawyer qualified to practice before the BGH. The court ruled that the application failed because the intended legal recourse was deemed hopeless (aussichtslos), as no grounds for admitting the revision under § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO were plausibly demonstrated, satisfying the requirement under § 78b Abs. 1 ZPO that the action not be futile.

Legislator-Regeste

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§ 78b Abs. 1 ZPO, § 522 Abs. 2 ZPO, § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbs. 2 ZPO; Denial of legal aid for non-admission complaint due to manifest lack of prospects: The dispute arose from the defendant's intent to challenge the lower court's order refusing to admit a revision appeal, necessitating the appointment of a lawyer qualified to practice before the BGH. The court ruled that the application failed because the intended legal recourse was deemed hopeless (aussichtslos), as no grounds for admitting the revision under § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO were plausibly demonstrated, satisfying the requirement under § 78b Abs. 1 ZPO that the action not be futile.

Schlagwörter

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unentgeltliche Rechtspflege gesetzliche Voraussetzungen Revisionsgesuch vorläufige Aufnahme Verletzung der Begründungspflicht E-Justice

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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VII ZR 25/14
Juli 2014 - VII ZR 25/14, juris Rn.
XI ZR 610/17
Juni 2018 - XI ZR 610/17, juris Rn.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 78b Abs. 1 ZPO

The provision governing the prerequisites for the appointment of a legal aid lawyer, which was cited as the basis for denying the application due to the hopelessness of the intended legal action.

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Volltext

Der Antrag des Beklagten auf Beiordnung eines Notanwalts für ein beabsichtigtes Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde wird zurückgewiesen.

[GRUENDE]

Der Antrag auf Beiordnung eines Notanwalts ist nicht begründet.

1. Voraussetzung für eine derartige Beiordnung ist unter anderem, dass die von der Partei beabsichtigte Rechtsverfolgung nicht mutwillig oder aussichtslos erscheint (§ 78b Abs. 1 ZPO). Aussichtslosigkeit ist gegeben, wenn ein günstiges Ergebnis der beabsichtigten Rechtsverfolgung auch bei anwaltlicher Beratung ganz offenbar nicht erreicht werden kann (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Beschlüsse vom 9. Juli 2014 - VII ZR 25/14, juris Rn. 2; vom 5. Juni 2018 - XI ZR 610/17, juris Rn. 5; vom 20. Oktober 2020 - VIII ZA 6/20, WuM 2020, 800 Rn. 10; jeweils mwN).

2. Die von dem Beklagten beabsichtigte Rechtsverfolgung erscheint aussichtslos. Es ist nicht zu erkennen, dass ein dem Beklagten beigeordneter, beim Bundesgerichtshof zugelassener Rechtsanwalt in der Lage wäre, eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Zurückweisungsbeschluss des Berufungsgerichts gemäß § 522 Abs. 2 ZPO erfolgreich zu begründen. Zulassungsgründe im Sinne von § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO sind weder dargetan noch sonst ersichtlich. Von einer näheren Begründung wird entsprechend § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbs. 2 ZPO abgesehen.

Dr. Bünger

Kosziol

Dr. Schmidt

Dr. Matussek

Dr. Reichelt