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VI ZB 57/22 ECLI:DE:BGH:2022:220922BVIZB57.22.0 KI-generiert

Inadmissibility of legal complaint against rejection of appeal in preliminary injunctive proceedings due to statutory limitation of appeal chain

Geschäftsnummer VI ZB 57/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice denied the applicant's request for legal aid to file a legal complaint (Rechtsbeschwerde), thereby leaving the lower court's judgment in force. The dispute concerned the procedural admissibility of a legal complaint against a decision by a regional court in preliminary injunctive proceedings, which had rejected an appeal as inadmissible and denied legal aid. The court held that a legal complaint was statutorily barred by the limitation of the appeal chain in summary proceedings (§ 574 para. 1 sentence 2, § 542 para. 2 German Code of Civil Procedure) and was not permitted via general or extraordinary objection rules, regardless of any erroneous instruction in the lower court's judgment; the decision was rendered free of court fees.

Legislator-Regeste

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§ 574 Abs. 1 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 2 ZPO, § 542 Abs. 2 ZPO; Inadmissibility of legal complaint against rejection of appeal in preliminary injunctive proceedings due to statutory limitation of appeal chain: The dispute concerned the procedural admissibility of a legal complaint against a decision by a regional court in preliminary injunctive proceedings, which had rejected an appeal as inadmissible and denied legal aid. The court held that a legal complaint was statutorily barred by the limitation of the appeal chain in summary proceedings (§ 574 para. 1 sentence 2, § 542 para. 2 German Code of Civil Procedure) and was not permitted via general or extraordinary objection rules, regardless of any erroneous instruction in the lower court's judgment; the decision was rendered free of court fees.

Schlagwörter

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Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege prozessuale Einreden Zivilurteil Geschäftsordnung Anfechtung von Zwischenentscheiden beschränkte Handlungsfähigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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IX ZB 11/02
März 2002 - IX ZB 11/02, BGHZ 150, 133, 135; vom 23.
BGHZ 150, 133
März 2002 - IX ZB 11/02, BGHZ 150, 133, 135; vom 23.
XII ZB 91/03
Juli 2003 - XII ZB 91/03, NJW 2003, 3137).
I ZB 22/02
Februar 2003 - I ZB 22/02 - BGHZ 154,102).
BGHZ 154,102
Februar 2003 - I ZB 22/02 - BGHZ 154,102).
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Volltext

Der Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für eine Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 2. Zivilkammer des Landgerichts Görlitz vom 14. Juli 2022 wird abgelehnt, da das beabsichtigte Rechtsmittel keine Aussicht auf Erfolg hat.

Eine Rechtsbeschwerde wäre, soweit sie sich gegen die Versagung der Prozesskostenhilfe wendet, bereits nicht statthaft, da sie weder ausdrücklich im Gesetz vorgesehen noch vom Beschwerdegericht in dem angefochtenen Beschluss zugelassen worden ist (§ 574 Abs. 1 ZPO). Eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde sieht das Gesetz nicht vor. Auch eine so genannte außerordentliche Beschwerde ist nach der Neuregelung des Beschwerderechts nicht mehr statthaft (vgl. BGH, Beschlüsse vom 7. März 2002 - IX ZB 11/02, BGHZ 150, 133, 135; vom 23. Juli 2003 - XII ZB 91/03, NJW 2003, 3137).

Eine Rechtsbeschwerde, soweit sie sich gegen die Verwerfung der Berufung als unzulässig wendet, wäre im vorliegenden Fall jedenfalls deshalb unzulässig, weil Rechtsbeschwerden wegen der Begrenzung des Instanzenzuges in einem einstweiligen Verfügungsverfahren ausgeschlossen sind (§ 574 Abs. 1 Satz 2 ZPO i.V.m. § 542 Abs. 2 ZPO). Dies gilt auch, wenn eine Berufung im einstweiligen Rechtsschutzverfahren als unzulässig verworfen worden ist (vgl. BGH, Beschlüsse vom 20. Juni 1984 - IVb ZB 122/83, juris und vom 27. Februar 2003 - I ZB 22/02 - BGHZ 154,102). Hieran ändert auch die anderslautende Rechtsmittelbelehrung im angegriffenen Beschluss nichts. Hierin liegt keine Zulassung der Rechtsbeschwerde. Abgesehen davon wäre eine Zulassung durch die Vorinstanz auch nicht geeignet, die nach dem Gesetz ausgeschlossene Anrufung der dritten Instanz zu ermöglichen (vgl. BGH, Beschluss vom 11. September 2013 - XII ZA 54/13, NJW-RR 2013, 1470 Rn. 9 mwN).

Diese Entscheidung ergeht gerichtsgebührenfrei.

Seiters

von Pentz

Oehler

Klein

Böhm