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5 StR 169/21 ECLI:DE:BGH:2022:020922B5STR169.21.0 KI-generiert

Exclusion of confiscated narcotics from attorney fee value determination due to lack of objective market value

Geschäftsnummer 5 StR 169/21
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) set the value of the subject matter for the opposing counsel's fees at €3,800 in a criminal revision proceeding, a decision that is free of court fees and without reimbursement of out-of-court costs. The dispute concerned the determination of the economic interest of the defendant regarding a confiscation order issued in the lower instance for €3,700 in cash, two mobile phones, seized narcotics, a scale, and packaging materials. The court ruled that the confiscation of narcotics must be excluded from the fee value calculation because such substances lack a legal market and possess only subjective illicit value rather than objective traffic value. Under the German Lawyers' Remuneration Act (RVG), specifically §§ 2 Abs. 1 and 33 Abs. 1, the value is based on the nominal amount of the cash (€3,700) plus a maximum estimated value of €100 for the remaining legal items, establishing the objective basis for the statutory fee.

Legislator-Regeste

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§ 1 Abs. 3 RVG, § 33 Abs. 8 Satz 1 RVG, § 2 Abs. 1 RVG; Exclusion of confiscated narcotics from attorney fee value determination due to lack of objective market value: Der Berichterstatter ist für die hier beantragte Wertfestsetzung nach § 1 Abs. 3 RVG iVm § 33 Abs. 8 Satz 1 RVG als Einzelrichter zuständig (BGH, Beschluss vom 18. August 2021 - 1 StR 363/18; vgl. BGH, Beschluss vom 9. August 2021 - GSZ 1/20).

Schlagwörter

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Festsetzung des Anwaltshonorars strafrechtliche Einziehung Streitwert Betäubungsmittelgesetz Wirtschaftlicher Wert Kostenberechnung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Rechtsanwaltsvergütung in Strafsachen: Berücksichtigung eingezogener Betäubungsmittel bei der Wertfestsetzung für die anwaltlichen Gebühren

[TENOR]

Der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit im Revisionsverfahren zur Verteidigung des Angeklagten I. gegen die angeordnete Einziehung wird auf 3.800 Euro festgesetzt.

Die Entscheidung ergeht gerichtsgebührenfrei; außergerichtliche Kosten werden nicht erstattet.

[GRUENDE]

Der Berichterstatter ist für die hier beantragte Wertfestsetzung nach § 1 Abs. 3 RVG iVm § 33 Abs. 8 Satz 1 RVG als Einzelrichter zuständig (BGH, Beschluss vom 18. August 2021 - 1 StR 363/18; vgl. BGH, Beschluss vom 9. August 2021 - GSZ 1/20).

Der Gegenstandswert ist nach § 33 Abs. 1, § 2 Abs. 1 RVG auf Antrag des Verteidigers festzusetzen. Er bemisst sich nach dem wirtschaftlichen Interesse des Angeklagten an der Abwehr der Einziehung (BGH, Beschluss vom 18. August 2021 - 1 StR 363/18). Im angefochtenen Urteil wurde bezüglich des Angeklagten I. die Einziehung von 3.700 Euro Bargeld, eines Handys „Samsung“ schwarz, eines Mini-Telefons L8Star, der aufgefundenen Betäubungsmittel sowie sonstiger Kleingegenstände wie einer Waage, Verpackungsmaterialien etc. angeordnet.

Die eingezogenen Betäubungsmittel haben bei der Wertfestsetzung von vornherein außer Betracht zu bleiben, da für sie kein legaler Markt besteht und ihnen deshalb kein objektiver Verkehrs-, sondern nur ein subjektiver Unrechts- oder Szenewert zukommt (BeckOK RVG/Knaudt, 56. Ed. RVG VV 4142 Rn. 13).

Ausgehend vom Nennwert des eingezogenen Bargeldes in Höhe von 3.700 Euro und einem Schätzwert von maximal 100 Euro für die übrigen Gegenstände ergibt sich ein Gegenstandswert von 3.800 Euro.

Köhler