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5 StR 198/22 ECLI:DE:BGH:2022:160822B5STR198.22.0 KI-generiert

Evidentiary weight of trial protocol regarding right to make statements and admissibility of self-reading procedure for documentary evidence

Geschäftsnummer 5 StR 198/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (BGH) dismissed the defense's appeal as unfounded, upholding the lower court's criminal conviction and ordering the defendant to bear the costs of the appeal and the necessary expenses of the counterclaimant. The dispute centered on procedural objections regarding the adequacy of the main trial proceedings, specifically challenging whether the judge properly ensured the defendant's right to make statements and whether a self-reading procedure for documentary evidence was sufficiently announced by failing to read out the list of documents. The court held that the main trial protocol containing the standard formula that the provision of § 257 StPO was observed constitutes sufficient proof of compliance with § 257(1) StPO regarding the defendant's right to make statements, rebutting the defense's contrary claims. Furthermore, the court ruled that the lack of verbal reading of the documentary evidence list did not violate procedural requirements, as such a reading is not necessary for the individualization of the documents or for upholding the principle of publicness under § 249 StPO.

Legislator-Regeste

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§ 257 StPO, § 257 Abs. 1 StPO; Evidentiary weight of trial protocol regarding right to make statements and admissibility of self-reading procedure for documentary evidence: Durch die protokollierte Formulierung „Die Vorschrift des § 257 StPO wurde stets beachtet“ ist die Einhaltung der Vorschrift des § 257 Abs. 1 StPO belegt und bewiesen (Meyer-Goßner/Schmitt, StPO, 65. Aufl., § 257 Rn. 2, 4 und § 273 Rn. 7). Der entgegenstehende Vortrag der Beschwerdeführerin verfängt daher nicht.

Schlagwörter

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Beweismass Beweisverfügungen Verfahrensrechte Klageschrift Beweismitteledition Verfahrenssprache

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Volltext

Strafverfahren: Beweiswirkung des Hauptverhandlungsprotokolls über die Einhaltung des Rechts auf Abgabe von Erklärungen durch den Angeklagten

[TENOR]

Die Revision der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 18. Januar 2022 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben hat.

Die Beschwerdeführerin hat die Kosten des Rechtsmittels und die dem Nebenkläger im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat zu den Verfahrensrügen:

1. Durch die protokollierte Formulierung „Die Vorschrift des § 257 StPO wurde stets beachtet“ ist die Einhaltung der Vorschrift des § 257 Abs. 1 StPO belegt und bewiesen (Meyer-Goßner/Schmitt, StPO, 65. Aufl., § 257 Rn. 2, 4 und § 273 Rn. 7). Der entgegenstehende Vortrag der Beschwerdeführerin verfängt daher nicht.

2. Die Rüge einer unzureichenden Anordnung des Selbstleseverfahrens ist jedenfalls unbegründet, weil eine Verlesung der Urkundenliste weder zur Individualisierung der einbezogenen Urkunden noch zur Wahrung des Öffentlichkeitsgrundsatzes erforderlich ist (vgl. LR/Mosbacher, StPO, 27. Aufl., § 249 Rn. 67; siehe auch BGH, Urteil vom 7. März 2019 – 3 StR 462/17, NStZ 2019, 422 Rn. 20).

Gericke

Mosbacher

Köhler

von Häfen

Werner