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I ZR 73/20 ECLI:DE:BGH:2020:171220BIZR73.20.0 KI-generiert

Admissibility of statutory fact correction and hearing violation claims against a final, unreasoned appellate dismissal

Geschäftsnummer I ZR 73/20
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (BGH) dismissed the plaintiff's application for correction of facts as inadmissible and rejected his complaint of a hearing violation, thereby upholding the lower court’s earlier decision to dismiss the appeal for lack of admissibility. The dispute arose from a procedural ruling where the plaintiff argued that the BGH failed to adequately address his arguments regarding constitutional law, specifically concerning the admissibility of singular representation and the prohibition of self-representation in litigation. The court held that the application for correction under § 320 ZPO was unstatable because a ruling dismissing an appeal for inadmissibility is a final decision that does not require a statement of reasons, rendering the specific procedural prerequisites for correction inapplicable; furthermore, the hearing violation claim failed on the merits as the court had considered the submitted arguments and found them insufficient.

Legislator-Regeste

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§ 320 Abs. 1 ZPO, § 319 ZPO, § 320 ZPO, § 321a ZPO, Art. 3 Abs. 1 GG, § 97 Abs. 1 ZPO; Admissibility of statutory fact correction and hearing violation claims against a final, unreasoned appellate dismissal: The dispute arose from a procedural ruling where the plaintiff argued that the BGH failed to adequately address his arguments regarding constitutional law, specifically concerning the admissibility of singular representation and the prohibition of self-representation in litigation. The court held that the application for correction under § 320 ZPO was unstatable because a ruling dismissing an appeal for inadmissibility is a final decision that does not require a statement of reasons, rendering the specific procedural prerequisites for correction inapplicable; furthermore, the hearing violation claim failed on the merits as the court had considered the submitted arguments and found them insufficient.

Schlagwörter

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Verfahrensverletzungen gesetzliches Verbot Klageschrift Anfechtung von Zwischenentscheiden Revision eines Entscheids Novenausschluss

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 320 ZPO

Cited as the procedural basis for the application for correction of facts, which was rejected as inadmissible in the first operative order.

§ 321a ZPO

Cited as the procedural basis for the complaint of a hearing violation (Anhörungsrüge), which was rejected in the second operative order.

§ 97 Abs. 1 ZPO

Cited in the final operative section as the basis for the decision on costs, assigning them to the plaintiff.

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Volltext

Antrag auf Tatbestandsberichtigung: Berichtigung eines Revisionszurückweisungsbeschlusses

[TENOR]

Der im Hinblick auf den Senatsbeschluss vom 23. Juli 2020 gestellte Antrag auf Tatbestandsberichtigung wird als unzulässig verworfen.

Die Anhörungsrüge gegen den Senatsbeschluss vom 23. Juli 2020 wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen.

[GRUENDE]

1. Der Antrag auf Tatbestandsberichtigung ist mangels Statthaftigkeit unzulässig.

a) Nach § 320 Abs. 1 ZPO kann die Berichtigung beantragt werden, wenn der Tatbestand des Urteils Unrichtigkeiten, die nicht unter die Vorschrift des § 319 ZPO fallen, Auslassungen, Dunkelheiten oder Widersprüche enthält. Die Regelung des § 320 ZPO ist auch auf Endentscheidungen (entsprechend) anzuwenden, die als möglicher Gegenstand einer Rechtsbeschwerde einer Sachverhaltsdarstellung nebst rechtlicher Begründung bedürfen und in einem Beschlussverfahren ergehen (BGH, Beschluss vom 15. April 2010 - IX ZB 175/09, WM 2010, 976 Rn. 7; Beschluss vom 20. März 2014 - V ZR 130/13, juris).

b) Danach ist im vorliegenden Fall der Antrag auf Tatbestandsberichtigung gemäß § 320 ZPO hinsichtlich des Senatsbeschlusses vom 23. Juli 2020, mit dem der Senat die Revision des Klägers als unzulässig verworfen hat, unstatthaft.

Bei dem Beschluss über die Revisionszurückweisung handelt es sich um eine den Rechtsweg abschließende Entscheidung. Dieser Beschluss unterliegt keinem Begründungserfordernis, weil er mit ordentlichen Rechtsmitteln nicht mehr angegriffen werden kann (vgl. BVerfG, Beschluss vom 30. August 2017 - 1 BvR 776/14, juris Rn. 27). Deshalb liegen die Voraussetzungen einer entsprechenden Anwendung des § 320 ZPO nicht vor.

2. Die Anhörungsrüge gemäß § 321a ZPO hat keinen Erfolg. Dabei kann dahinstehen, ob sie zulässig ist. Jedenfalls ist die Anhörungsrüge unbegründet, weil eine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Klägers nicht vorliegt.

a) Der Kläger bringt mit der Anhörungsrüge vor, der Senat habe das rechtliche Gehör des Klägers verletzt, indem er Vortrag des Klägers zur Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts über die verfassungsrechtliche Zulässigkeit der Singularzulassung, zur Unverhältnismäßigkeit des Verbots der Selbstvertretung, zur Fähigkeit des Klägers zur Einarbeitung in das Revisionsrecht und zur Verletzung des Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG und des Art. 3 Abs. 1 GG übergangen habe.

b) Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Klägers liegt nicht vor. Der Senat hat sich mit dem als übergangen gerügten Vortrag befasst und ihn nicht für durchgreifend erachtet.

3. Die Kostenentscheidung beruht auf einer entsprechenden Anwendung von § 97 Abs. 1 ZPO.

Koch

Richter am BGH Prof. Dr. Schaffertist in Urlaub und daher gehindert zuUnterschreiben.

Feddersen

Koch

Pohl

Schmaltz