Hearing objection admissibility: irrelevance of unrevised reasoning in unreasoned revision dismissal under § 349(2) StPO
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (6th Criminal Senate) rejected the defendant's hearing objection (*Anhörungsrüge*), upholding the prior appellate decision that had dismissed his appeal as unfounded under § 349(2) StPO. The dispute centered on whether the appellate court violated the defendant’s right to be heard (§ 356a StPO) by allegedly ignoring the arguments in his revision brief and his response to the General Federal Prosecutor’s application to uphold the conviction. The court ruled that the objection was unfounded because failing to adopt the defense’s legal views does not constitute a violation of legal hearing, and the dismissal of the revision pursuant to § 349(2) StPO does not require a reasoned decision, even when a counter-statement by the prosecution is involved.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 356a StPO, § 465 Abs. 1 StPO; Hearing objection admissibility: irrelevance of unrevised reasoning in unreasoned revision dismissal under § 349(2) StPO: The dispute centered on whether the appellate court violated the defendant’s right to be heard (§ 356a StPO) by allegedly ignoring the arguments in his revision brief and his response to the General Federal Prosecutor’s application to uphold the conviction. The court ruled that the objection was unfounded because failing to adopt the defense’s legal views does not constitute a violation of legal hearing, and the dismissal of the revision pursuant to § 349(2) StPO does not require a reasoned decision, even when a counter-statement by the prosecution is involved.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the basis for the cost decision imposing the costs of the rejected hearing objection on the defendant.
Volltext
Die Anhörungsrüge des Verurteilten gegen den Beschluss des Senats vom 5. Oktober 2023 wird auf seine Kosten zurückgewiesen.
[GRUENDE]
Der Senat hat die Revision des Verurteilten gegen das Urteil des Landgerichts Stade vom 13. Dezember 2022 mit Beschluss vom 5. Oktober 2023 gemäß § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen. Hiergegen hat der Verurteilte mit Schriftsatz seines Verteidigers Rechtsanwalt D. vom 6. November 2023 Anhörungsrüge erhoben. Er macht im Wesentlichen geltend, dass der Senat weder den Inhalt der Revisionsbegründung noch denjenigen seiner Erwiderung auf die Antragsschrift des Generalbundesanwalts beachtet habe.
Die zulässig erhobene Anhörungsrüge ist unbegründet; eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (§ 356a StPO) liegt nicht vor. Weder hat der Senat zum Nachteil des Verurteilten Tatsachen oder Beweisergebnisse verwertet, zu denen er nicht gehört worden wäre, noch hat er zu berücksichtigendes entscheidungserhebliches Vorbringen des Verurteilten übergangen oder in sonstiger Weise dessen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Dass er den Rechtsansichten der Verteidigung im Ergebnis nicht gefolgt ist, genügt hierfür nicht (vgl. BGH, Beschluss vom 22. September 2021 – 6 StR 334/20). Eine Gehörsverletzung ergibt sich auch nicht daraus, dass der Senat die Verwerfung der Revision nicht begründet hat. § 349 Abs. 2 StPO sieht keine Begründung des Verwerfungsbeschlusses vor; das gilt auch dann, wenn eine Gegenerklärung zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts abgegeben worden ist (vgl. BGH, Beschluss vom 24. Februar 2021 – 6 StR 421/20 mwN).
Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung des § 465 Abs. 1 StPO.
Sander
Tiemann
Fritsche
von Schmettau
Arnoldi