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3 StR 298/23 ECLI:DE:BGH:2023:311023B3STR298.23.0 KI-generiert

Criminal revision admissible despite ambiguity in unlimited motion to vacate targeting specific sentence measure

Geschäftsnummer 3 StR 298/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (3rd Criminal Senate) rejected the defendant's revision, upholding the conviction and sentence imposed by the Landgericht Koblenz; the defendant bears the costs of the appeal and the necessary expenses of the civil parties. The dispute concerned the admissibility and merits of the appeal against a criminal judgment, where the defendant had filed an unlimited motion to vacate that allegedly targeted only the non-imposition of custody under § 64 StGB. The Court ruled that the revision was admissible for full review, applying the principle that an appeal is interpreted as allowing the broader examination when ambiguous, and found no legal error to the defendant's detriment pursuant to § 349(2) StPO.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 64 StGB; Criminal revision admissible despite ambiguity in unlimited motion to vacate targeting specific sentence measure: The dispute concerned the admissibility and merits of the appeal against a criminal judgment, where the defendant had filed an unlimited motion to vacate that allegedly targeted only the non-imposition of custody under § 64 StGB. The Court ruled that the revision was admissible for full review, applying the principle that an appeal is interpreted as allowing the broader examination when ambiguous, and found no legal error to the defendant's detriment pursuant to § 349(2) StPO.

Schlagwörter

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Revision des Strafurteils verfahrensrechtliche Erläuterung E-Justice Straf- und Massnahmenvollzug Asylrevision Straftaten gegen die Sicherheit des Rechtsverkehrs

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Basis for rejecting the revision as unfounded because the review did not reveal a legal error to the defendant's detriment.

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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Koblenz vom 4. April 2023 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Mit Blick auf den unbeschränkten Aufhebungsantrag in der Revisionsbegründung ist entgegen den in der Zuschrift des Generalbundesanwalts dargelegten Bedenken anzunehmen, dass das Rechtsmittel nicht allein auf die Nichtanordnung einer Unterbringung nach § 64 StGB, sondern auf die vollständige Anfechtung des Urteils gerichtet und deshalb (vgl. etwa BGH, Beschluss vom 26. September 2023 - 5 StR 399/23, juris Rn. 2) zulässig ist. Denn ein vom Angeklagten eingelegtes Rechtsmittel ist im Zweifel so zu verstehen, dass es die umfassendere Nachprüfung erlaubt (st. Rspr.; s. etwa BGH, Beschluss vom 12. Januar 2022 - 3 StR 428/21, BGHR StPO § 349 Abs. 2 Verwerfung 10 mwN).

Der Generalbundesanwalt hat hilfsweise darauf angetragen, die Revision als unbegründet zu verwerfen, so dass der Senat nach § 349 Abs. 2 StPO entscheiden kann (vgl. BGH, Beschluss vom 21. Februar 2013 - 3 StR 496/12, juris Rn. 24).

Schäfer

Berg

Anstötz

Erbguth

Voigt