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4 StR 36/23 ECLI:DE:BGH:2023:081123B4STR36.23.0 KI-generiert

Supplementary partial acquittal for unproven concurrent offenses of bodily harm and coercion in juvenile rape proceedings

Geschäftsnummer 4 StR 36/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)
Kostenauflage zulasten Vorinstanz / Staat

Legislator-Zusammenfassung

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The BGH 4th Criminal Senate dismissed the juvenile defendant's revision as groundless regarding the conviction for rape and the resulting juvenile custodial sentence, but supplemented the record with a partial acquittal for unproven charges of bodily harm and coercion, leaving the rape conviction intact; the dispute involved a challenge to the material law applied in a juvenile criminal procedure concerning aggravated sexual offenses; the decisive legal basis was the requirement to issue a partial acquittal when specific counts in the indictment remain unproven, overriding the lower court's failure to render such a decision on those additional charges.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO; Supplementary partial acquittal for unproven concurrent offenses of bodily harm and coercion in juvenile rape proceedings: The BGH 4th Criminal Senate dismissed the juvenile defendant's revision as groundless regarding the conviction for rape and the resulting juvenile custodial sentence, but supplemented the record with a partial acquittal for unproven charges of bodily harm and coercion, leaving the rape conviction intact; the dispute involved a challenge to the material law applied in a juvenile criminal procedure concerning aggravated sexual offenses; the decisive legal basis was the requirement to issue a partial acquittal when specific counts in the indictment remain unproven, overriding the lower court's failure to render such a decision on those additional charges.

Schlagwörter

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Jugendstrafzumessung Sexualdelikten Freiheitsstrafe strafrechtliches Revisionsverfahren schwerer Fall Anklagezulassung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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5 StR 155/07
Mai 2007 – 5 StR 155/07, juris Rn.
4 StR 463/91
Oktober 1991 – 4 StR 463/91, juris Rn.
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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Essen vom 28. September 2022 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass der Angeklagte im Übrigen freigesprochen wird; insoweit hat die Staatskasse die Kosten des Verfahrens und die notwendigen Auslagen des Angeklagten zu tragen.

Im Übrigen wird davon abgesehen, dem Beschwerdeführer die Kosten und Auslagen des Revisionsverfahrens aufzuerlegen (§ 74 JGG).

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Vergewaltigung zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt, deren Vollstreckung es zur Bewährung ausgesetzt hat. Die auf die Rüge der Verletzung materiellen Rechts gestützte Revision des Angeklagten ist unbegründet, soweit sie sich gegen diesen Schuld- und Strafausspruch richtet (§ 349 Abs. 2 StPO). Sie führt aber zur Nachholung des vom Landgericht unterlassenen Teilfreispruchs von den weiteren Tatvorwürfen der Körperverletzung und der Nötigung, die dem Angeklagten in der uneingeschränkt zur Hauptverhandlung zugelassenen Anklageschrift vom 14. Juli 2022 in tatmehrheitlicher Begehungsweise zu der Vergewaltigungstat zur Last gelegt worden sind. Diese Taten sind nach den Feststellungen nicht erwiesen. Der Senat hat daher den Teilfreispruch nachgeholt (vgl. BGH, Beschluss vom 10. Mai 2007 – 5 StR 155/07, juris Rn. 4; Beschluss vom 30. Oktober 1991 – 4 StR 463/91, juris Rn. 7).

Quentin

Maatsch

Scheuß

Momsen-Pflanz

Dietsch