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3 StR 339/18 ECLI:DE:BGH:2018:271118B3STR339.18.0 KI-generiert

Challenging translation accuracy of foreign-language evidence via Inbegriffsrüge; limits of Inbegriffsrüge and investigation duty under § 261, § 249, § 244 StPO

Geschäftsnummer 3 StR 339/18
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (BGH) Third Criminal Senate dismissed the defendant's appeal as unfounded, upholding the lower court's judgment and ordering the defendant to bear the costs of the appeal and necessary expenses of the co-plaintiff. The dispute centered on a procedural challenge to the introduction of a foreign-language document (a letter) as evidence of the defendant's authorship, where the defense argued that the German translation was erroneous and thereby violated the principle of direct evidence in the main hearing. The court held that under Section 261 of the Code of Criminal Procedure (StPO), the specific accuracy of the translation could not be challenged via the "in totam" objection (Inbegriffsrüge) because the document had been validly introduced pursuant to Section 249 (1) StPO. Relying on Section 244 (2) StPO, the court determined that the trial court exercised its discretion in forming its conviction regarding the translation's accuracy without a mandatory obligation to document this process in the judgment or to hear witness testimony on the translation's creation, particularly as no objections were raised during the trial; consequently, the appeal lacked the requisite specificity for a valid investigation objection.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 261 StPO, § 249 Abs. 1 StPO, § 244 Abs. 2 StPO; Challenging translation accuracy of foreign-language evidence via Inbegriffsrüge; limits of Inbegriffsrüge and investigation duty under § 261, § 249, § 244 StPO: The dispute centered on a procedural challenge to the introduction of a foreign-language document (a letter) as evidence of the defendant's authorship, where the defense argued that the German translation was erroneous and thereby violated the principle of direct evidence in the main hearing. The court held that under Section 261 of the Code of Criminal Procedure (StPO), the specific accuracy of the translation could not be challenged via the "in totam" objection (Inbegriffsrüge) because the document had been validly introduced pursuant to Section 249 (1) StPO. Relying on Section 244 (2) StPO, the court determined that the trial court exercised its discretion in forming its conviction regarding the translation's accuracy without a mandatory obligation to document this process in the judgment or to hear witness testimony on the translation's creation, particularly as no objections were raised during the trial; consequently, the appeal lacked the requisite specificity for a valid investigation objection.

Schlagwörter

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Strafprozessordnung Glaubwürdigkeit von Zeugen Verfahrensrügen Verfahrenssprache gültige Reisedokumente Untersuchungshaft- und Ermittlungskosten
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Cited in the dispositive as the legal basis for dismissing the appeal because the review of the judgment revealed no legal error to the detriment of the defendant.

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Volltext

Revisionsbegründung in Strafsachen: Inbegriffsrüge wegen Fehlerhaftigkeit einer prozessordnungsgemäß in die Hauptverhandlung eingeführten Übersetzung eines fremdsprachigen Schriftstücks

[TENOR]

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Koblenz vom 16. März 2018 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils aufgrund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Für den Erfolg der Rüge der Verletzung des § 261 StPO kommt es nicht darauf an, ob sich das Landgericht von der Richtigkeit der Übersetzung des als Beweismittel für die Täterschaft des Angeklagten verwerteten Briefs durch die - in den Urteilsgründen wiedergegebenen (UA S. 15, 41) - ergänzenden Erklärungen des Angeklagten zu der Urheberschaft sowie den Beweggründen für die Fertigung dieses Schriftstücks hat überzeugen können. Die Übersetzung des Briefs ist in der Hauptverhandlung nach § 249 Abs. 1 StPO prozessordnungsgemäß eingeführt worden. Von der Revision geäußerte Zweifel an der Richtigkeit der Übersetzung können nicht mit der Inbegriffsrüge geltend gemacht werden.

Wie das Landgericht die Überzeugung vom Übereinstimmen der Übersetzung mit der fremdsprachigen Urschrift gewonnen hat, blieb ihm nach Maßgabe der Aufklärungspflicht (§ 244 Abs. 2 StPO) überlassen (vgl. LR/Mosbacher, StPO, 26. Aufl., § 249 Rn. 34; ferner BGH, Urteil vom 24. August 1993 - 1 StR 380/93, NJW 1993, 3337 f.). Zu einer Dokumentation dieser Überzeugungsbildung in den Urteilsgründen war es nicht verpflichtet. Eine zulässige Aufklärungsrüge hat der Beschwerdeführer, wie der Generalbundesanwalt zutreffend ausgeführt hat, nicht erhoben. Die Revisionsbegründungsschrift enthält schon nicht die bestimmte Behauptung, welche vom Angeklagten niedergeschriebenen Inhalte sinnentstellend wiedergegeben worden seien und wie sie zutreffend zu verstehen gewesen wären. Zur Vernehmung von Zeugen zum Zustandekommen der Übersetzung musste sich das Landgericht nicht gedrängt sehen, dies auch deshalb, weil in der Hauptverhandlung Einwände gegen die Richtigkeit von keiner Seite erhoben worden sind (s. BGH, Beschluss vom 20. Dezember 1982 - 3 StR 419/82, bei Pfeiffer/Miebach, NStZ 1983, 354, 357).

Schäfer

Gericke

Spaniol

Berg

Tiemann