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III ZR 161/19 ECLI:DE:BGH:2021:210121BIIIZR161.19.0 KI-generiert

Tax advisor liability: limitation period commencement for incorrect advice when client knows of breach and additional costs

Geschäftsnummer III ZR 161/19
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice dismissed the appellant's complaint against the non-admission of revision, thereby upholding the lower court's judgment and leaving the plaintiff's tax advisor liability claim time-barred. The dispute concerned the determination of the limitation period's commencement date for damages arising from a tax advisor's incorrect advice leading to a disadvantageous contract structure. The court held that while the limitation period generally does not begin until the notification of the adverse tax assessment to prevent a gap in legal protection, it starts earlier if the client already has knowledge of the advisory breach and has incurred additional costs due to the prior default, such as when the specific tax disadvantage identified by the advisor is merely one component of a broader damages calculation.

Legislator-Regeste

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§ 97 Abs. 1 ZPO, § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO; Tax advisor liability: limitation period commencement for incorrect advice when client knows of breach and additional costs: The dispute concerned the determination of the limitation period's commencement date for damages arising from a tax advisor's incorrect advice leading to a disadvantageous contract structure. The court held that while the limitation period generally does not begin until the notification of the adverse tax assessment to prevent a gap in legal protection, it starts earlier if the client already has knowledge of the advisory breach and has incurred additional costs due to the prior default, such as when the specific tax disadvantage identified by the advisor is merely one component of a broader damages calculation.

Schlagwörter

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Haftung des Steuerberaters Beginn der Verjährung Rechtsberatung Kostenauflage Pflichtverletzung Revision eines Entscheids

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO

Procedural provision cited to justify the omission of a written reasoning for the decision on the complaint.

§ 97 Abs. 1 ZPO

Basis for imposing the costs of the complaint proceedings on the plaintiff.

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Volltext

Steuerberaterhaftung: Verjährungsbeginn für Schadenersatzansprüche wegen unrichtiger Auskunftserteilung

[TENOR]

Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Oberlandesgerichts München - 19. Zivilsenat - vom 11. September 2019 - 19 U 2146/18 - wird zurückgewiesen.

Ein Zulassungsgrund liegt nicht vor; insbesondere ist die Frage des Verjährungsbeginns im Sinne der Entscheidung des Berufungsgerichts geklärt. Besteht der Schaden in einer für den Mandanten nachteiligen Vertragsgestaltung, die ihren Grund in einer unrichtigen Auskunft des Steuerberaters hat, beginnt die Verjährung zwar grundsätzlich nicht vor dem Zugang des belastenden Steuerbescheids zu laufen. Damit wird verhindert, dass der Mandant praktisch rechtlos gestellt wird, wenn es vor der Besteuerung keinen Anlass gibt, eine steuerliche Pflichtverletzung und einen daraus entstandenen Schaden auch nur in Erwägung zu ziehen (BGH, Urteil vom 13. Dezember 2007 - IX ZR 130/06, WM 2008, 611 Rn. 19 mwN). Hingegen besteht kein sachlicher Grund, den Beginn der Verjährung trotz bereits verschlechterter Vermögenslage auf die Bekanntgabe des belastenden Steuerbescheids hinauszuschieben, wenn der Mandant von einer steuerlichen Pflichtverletzung schon Kenntnis erlangt hat und ihm bereits zusätzliche Kosten durch die vorausgegangene Pflichtverletzung entstanden sind (vgl. BGH, Urteil vom 23. April 2015 - IX ZR 176/12, NJW 2015, 2190 Rn. 15). Es steht außer Frage, dass Entsprechendes gilt, wenn - wie hier - dem Beratungsgläubiger die Fehlberatung bekannt ist und die von dem Berater ermittelten steuerlichen Nachteile der Vertragsgestaltung nur eine der (zahlreichen) Positionen zur Schadensberechnung ist.

Im Übrigen wird gemäß § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO von einer Begründung abgesehen.

Die Klägerin trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).

Streitwert: 714.779 €

Herrmann

Remmert

Arend

Kessen

Herr