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3 StR 344/20 ECLI:DE:BGH:2020:281020B3STR344.20.0 KI-generiert

Correction of robbery conviction for missing statutory qualification in judgment formula

Geschäftsnummer 3 StR 344/20
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice’s 3rd Criminal Senate rejected the defendant’s appeal but amended the conviction to expressly identify the qualifying elements of the offenses, determining that this correction does not violate the prohibition against aggravation. The dispute arose from a first-instance conviction for two counts of robbery—one in attempted form and one in cumulative offense with dangerous bodily harm—where the original verdict’s operative clause failed to legally designate the statutory aggravations of "attempted serious robbery" and "particularly serious robbery." Relying on Section 250 Paragraph 1 No. 1b and Paragraph 2 No. 1 of the Criminal Code, the court held that a mislabeled penalty description constitutes a drafting error correctable under Section 354 Paragraph 1 of the Code of Criminal Procedure by analogy, as Section 260 Paragraph 4 Sentence 1 mandates the precise legal characterization of the crime to reflect the heightened unlawfulness of the qualified robbery.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB, § 354 Abs. 1 StPO, § 260 Abs. 4 Satz 1 StPO, § 250 Abs. 2 StGB, § 358 Abs. 2 Satz 1 StPO; Correction of robbery conviction for missing statutory qualification in judgment formula: The dispute arose from a first-instance conviction for two counts of robbery—one in attempted form and one in cumulative offense with dangerous bodily harm—where the original verdict’s operative clause failed to legally designate the statutory aggravations of "attempted serious robbery" and "particularly serious robbery." Relying on Section 250 Paragraph 1 No. 1b and Paragraph 2 No. 1 of the Criminal Code, the court held that a mislabeled penalty description constitutes a drafting error correctable under Section 354 Paragraph 1 of the Code of Criminal Procedure by analogy, as Section 260 Paragraph 4 Sentence 1 mandates the precise legal characterization of the crime to reflect the heightened unlawfulness of the qualified robbery.

Schlagwörter

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Strafprozessordnung Raub fehlerhafte Strafzumessung Körperverletzung gesetzliches Verbot qualifizierter Diebstahl
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Cited in the dispositive as the basis for dismissing the revision because it had no success.

§ 354 Abs. 1 StPO

Cited in the dispositive to justify the amendment of the judgment formula to correct the missing qualification of the robbery.

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Volltext

Revisionsverfahren: Berichtigung fehlender Kennzeichnung einer Raub-Qualifikation in der Urteilsformel

[TENOR]

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Düsseldorf vom 19. Juni 2020 wird verworfen; jedoch wird der Schuldspruch dahin geändert, dass der Angeklagte des besonders schweren Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und des versuchten schweren Raubes schuldig ist.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen "Raubes in zwei Fällen, davon in einem Fall im Versuch und im anderen Fall in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung," zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt, die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet und eine Entscheidung über den Vorwegvollzug getroffen. Das dagegen gerichtete Rechtsmittel des Angeklagten, mit dem er die Verletzung materiellen Rechts rügt, hat keinen Erfolg (§ 349 Abs. 2 StPO), führt aber zu einer Änderung des Schuldspruchs.

Der Generalbundesanwalt hat insoweit ausgeführt:

"Da der Angeklagte - wie das Landgericht zutreffend erkannt hat (UA S. 12) - im Fall 1 die Voraussetzungen des § 250 Abs. 1 Nr. 1b StGB und im Fall 2 die des § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB verwirklicht hat, ist das der Strafkammer insoweit unterlaufene Fassungsversehen im Tenor in analoger Anwendung des § 354 Abs. 1 StPO dahingehend zu berichtigen, dass der Angeklagte des versuchten schweren Raubes (Fall 1) und des besonders schweren Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung (Fall 2) schuldig ist. Die von § 260 Abs. 4 Satz 1 StPO geforderte rechtliche Bezeichnung der Straftat verlangt eine Kennzeichnung der Qualifikation in der Urteilsformel, bei der zudem der gesteigerte Unrechtsgehalt des § 250 Abs. 2 StGB zum Ausdruck kommt (vgl. BGH, Beschluss vom 10. März 2020 - 2 StR 473/19; Senat, Beschluss vom 3. September 2009 - 3 StR 279/09 [richtig: 297/09])."

Dem schließt sich der Senat an. Das Verschlechterungsverbot nach § 358 Abs. 2 Satz 1 StPO steht einer Verböserung des Schuldspruchs nicht entgegen (vgl. etwa BGH, Beschluss vom 4. August 2020 - 3 StR 132/20, juris Rn. 23 mwN).

Schäfer

Wimmer

Paul

Anstötz

Erbguth