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IX ZA 9/23 ECLI:DE:BGH:2023:140923BIXZA9.23.0 KI-generiert

Denial of mandatory counsel for non-admission complaint due to hopeless lack of fundamental significance under § 543 ZPO

Geschäftsnummer IX ZA 9/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) rejected the plaintiff's application for the appointment of a mandatory counsel to file a non-admission complaint against a Kammergericht appellate decision that dismissed his appeal. The dispute concerned the plaintiff's attempt to challenge the second-instance judgment by claiming a non-admission complaint was necessary, but the court held that the requested legal proceedings were hopeless, thereby denying the auxiliary legal representation. The decision relied on §§ 78b and 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, finding that the case lacked fundamental significance, did not require the development of law or the assurance of uniform legal interpretation, and did not involve any recognizable violation of procedural fundamental rights.

Legislator-Regeste

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§ 78b ZPO, § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO; Denial of mandatory counsel for non-admission complaint due to hopeless lack of fundamental significance under § 543 ZPO: The dispute concerned the plaintiff's attempt to challenge the second-instance judgment by claiming a non-admission complaint was necessary, but the court held that the requested legal proceedings were hopeless, thereby denying the auxiliary legal representation. The decision relied on §§ 78b and 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, finding that the case lacked fundamental significance, did not require the development of law or the assurance of uniform legal interpretation, and did not involve any recognizable violation of procedural fundamental rights.

Schlagwörter

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Anwaltszwang Bestellung eines Rechtsbeistands Verletzung von Verfahrensrechten Forderungseingabe Auslegung von Urteilen Gesuch um Ernennung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO

Cited in the dispositive section to justify the court's decision to waive providing a further detailed explanation for the rejection of the application.

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Volltext

Der Antrag des Klägers auf Beiordnung eines Notanwalts für die Durchführung einer Nichtzulassungsbeschwerde gegen den die Berufung zurückweisenden Beschluss des 18. Zivilsenats des Kammergerichts vom 9. März 2023 wird abgelehnt.

[GRUENDE]

Der Antrag auf Beiordnung eines Notanwalts ist nicht begründet.

Nach § 78b ZPO kann einer Partei ein Rechtsanwalt beigeordnet werden, wenn sie einen zu ihrer Vertretung bereiten Rechtsanwalt nicht findet und die Rechtsverfolgung nicht mutwillig oder aussichtslos erscheint. Es kann dahinstehen, ob der Kläger seine Bemühungen, einen zu seiner Vertretung bereiten Rechtsanwalt zu finden, hinreichend substantiiert dargelegt und nachgewiesen hat.

Die angestrebte Rechtsverfolgung ist jedenfalls aussichtslos. Aussichtslosigkeit ist immer dann gegeben, wenn ein günstiges Ergebnis der beabsichtigten Rechtsverfolgung auch bei anwaltlicher Beratung ganz offenbar nicht erreicht werden kann (BGH, Beschluss vom 6. Juli 1988 - IVb ZB 147/87, FamRZ 1988, 1152, 1153; vom 8. Februar 2018 - IX ZR 155/17, juris Rn. 4).

Dies ist hier der Fall. Auch ein zugelassener, dem Kläger zur Rechtsverfolgung beigeordneter Rechtsanwalt wäre nicht in der Lage, dessen Nichtzulassungsbeschwerde im Hinblick auf die Darlegung von Zulassungsgründen gemäß § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO erfolgreich zu begründen. Die Rechtssache hat weder grundsätzliche Bedeutung, noch erfordert die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Eine Verletzung von Verfahrensgrundrechten macht der Antragsteller nicht geltend, eine solche ist auch ansonsten nicht erkennbar. Von einer weiteren Begründung wird entsprechend § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen.

Schoppmeyer

Möhring

Röhl

Harms

Weinland