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VII ZB 49/17 ECLI:DE:BGH:2018:071118BVIIZB49.17.0 KI-generiert

Recharacterization of non-admissible enforcement appeal as further appeal to Oberlandesgericht

Geschäftsnummer VII ZB 49/17
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed court fees for the appeal proceedings and referred the case to the competent Higher Regional Court of Rostock for decision on a further appeal, effectively upholding the procedural route to the higher court while rejecting the admissibility of the appeal to the BGH. The dispute arose in enforcement proceedings where a creditor challenged a bailiff's demand for a €20,000 advance payment for the storage of seized wheat, with both the lower district and regional courts having rejected the creditor's objections and the regional court admitting the further appeal due to the question's general significance. The court held that the appeal to the BGH was statable as inadmissible because the specific legal provision on court costs for enforcement procedures, combined with the enforcement law, made a "further appeal" (weitere Beschwerde) to the Higher Regional Court the proper legal remedy, not a legal appeal (Rechtsbeschwerde) to the federal level; consequently, the filing was reinterpreted as a further appeal under the principle of in rem, and no court fees were collected under § 21(1) GKG.

Legislator-Regeste

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§ 66 Abs. 4 GKG, § 21 Abs. 1 Satz 1 GKG; Recharacterization of non-admissible enforcement appeal as further appeal to Oberlandesgericht: The dispute arose in enforcement proceedings where a creditor challenged a bailiff's demand for a €20,000 advance payment for the storage of seized wheat, with both the lower district and regional courts having rejected the creditor's objections and the regional court admitting the further appeal due to the question's general significance. The court held that the appeal to the BGH was statable as inadmissible because the specific legal provision on court costs for enforcement procedures, combined with the enforcement law, made a "further appeal" (weitere Beschwerde) to the Higher Regional Court the proper legal remedy, not a legal appeal (Rechtsbeschwerde) to the federal level; consequently, the filing was reinterpreted as a further appeal under the principle of in rem, and no court fees were collected under § 21(1) GKG.

Schlagwörter

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Vollstreckungsverfahren Landwirtschaftsrecht Kostenvorschuss Verfahrensrügen Vorschuss Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 21 Abs. 1 Satz 1 GKG

Basis for the dispositive order that no court fees be collected in the appeal proceedings.

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Volltext

Abgabe einer unzulässigen Rechtsbeschwerde an zuständiges Gericht

[TENOR]

Die Sache wird zur Entscheidung über die weitere Beschwerde der Gläubigerin gegen den Beschluss der 5. Zivilkammer des Landgerichts Schwerin vom 26. Juni 2017 an das Oberlandes-gericht Rostock abgegeben.

Gerichtskosten für das Rechtsbeschwerdeverfahren werden nicht erhoben.

[GRUENDE]

I. Die Gläubigerin betreibt die Zwangsvollstreckung gegen die Schuldner. Sie ließ im August 2016 durch den Obergerichtsvollzieher S. auf mehreren landwirtschaftlichen Flächen Weizen auf dem Halm pfänden. Nach Aberntung der Feldfrüchte wurde der Weizen bei der C. AG eingelagert.

Mit Schreiben vom 10. April 2017 forderte der Obergerichtsvollzieher einen weiteren Kostenvorschuss in Höhe von 20.000 € binnen einer Frist von zwei Wochen für die notwendigen Maßnahmen zur weiteren Einlagerung des Weizens. Für den Fall, dass der Vorschuss nicht fristgerecht eingezahlt werde, drohte er die Aufhebung der Pfändung des eingelagerten Weizens an.

Gegen die Vorschussanforderung hat die Gläubigerin Erinnerung eingelegt. Das Amtsgericht - Vollstreckungsgericht - hat die Erinnerung zurückgewiesen. Die dagegen von der Gläubigerin eingelegte sofortige Beschwerde hat das Landgericht zurückgewiesen. Mit der vom Landgericht zugelassenen Rechtsbeschwerde verfolgt die Gläubigerin ihr vorinstanzliches Begehren weiter.

II. 1. Gegen die Beschwerdeentscheidung des Landgerichts bezüglich der Anforderung eines Kostenvorschusses seitens des Obergerichtsvollziehers ist die Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof nicht statthaft. Das hat der Senat nach Erlass der angefochtenen Entscheidung in seinem Beschluss vom 10. Januar 2018 - VII ZB 65/17 (NJW 2018, 1606) eingehend dargelegt. Auf die Ausführungen in diesem Beschluss wird verwiesen.

2. Gegen die Beschwerdeentscheidung des Landgerichts ist nach § 5 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 Satz 2 GvKostG i.V.m. § 66 Abs. 4 GKG die weitere Beschwerde zum Oberlandesgericht zulässig, weil das Landgericht sie wegen der grundsätzlichen Bedeutung der zur Entscheidung stehenden Frage in seinem Beschluss zugelassen hat.

3. Die Rechtsbeschwerde ist mit Rücksicht darauf, dass gegen die Beschwerdeentscheidung des Landgerichts nicht die Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof, sondern die weitere Beschwerde zum Oberlandesgericht statthaft ist, nicht als unzulässig zu verwerfen, sondern in eine weitere Beschwerde umzudeuten und deshalb an das zuständige Oberlandesgericht abzugeben (BGH, Beschluss vom 10. Januar 2018 - VII ZB 65/17 Rn. 11, NJW 2018, 1606).

4. Wegen der im Rechtsbeschwerdeverfahren angefallenen Gerichtskosten macht der Senat von der Möglichkeit des § 21 Abs. 1 Satz 1 GKG Gebrauch.

Halfmeier

Jurgeleit

Graßnack

Brenneisen

Röhl