Validity of embedding illegible handwritten notes and weapon photos into criminal judgment reasoning under § 267 StPO
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Criminal Procedure (BGH) dismissed the defendant's revision as unfounded, upholding the conviction and ordering him to bear the costs of the proceedings and the necessary expenditures of the civil party. The case involved a challenge to the form of the first-instance judgment, specifically the inclusion of photographic reproductions of the defendant's illegible handwritten notes and images of the weapons used in the offense within the written reasons for the verdict. The court held that inserting such documentary evidence directly into the judgment is legally defective because the law requires a textual assessment of evidence rather than visual documentation, and it is at least impracticable to include photos instead of referencing them under § 267(1) sentence 3 StPO; however, this formal error did not invalidate the judgment because the factual findings and proof assessment remained comprehensible and complete without the images.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 267 Abs. 1 Satz 3 StPO; Validity of embedding illegible handwritten notes and weapon photos into criminal judgment reasoning under § 267 StPO: The case involved a challenge to the form of the first-instance judgment, specifically the inclusion of photographic reproductions of the defendant's illegible handwritten notes and images of the weapons used in the offense within the written reasons for the verdict. The court held that inserting such documentary evidence directly into the judgment is legally defective because the law requires a textual assessment of evidence rather than visual documentation, and it is at least impracticable to include photos instead of referencing them under § 267(1) sentence 3 StPO; however, this formal error did not invalidate the judgment because the factual findings and proof assessment remained comprehensible and complete without the images.
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KI-generiertMain ground for the verdict, cited in the dispositive to justify the rejection of the appeal as unfounded.
Volltext
Zulässigkeit der Einfügung abgelichteter handschriftlicher Anmerkungen in Urteilsgründe
[TENOR]
Die Revision des Beschuldigten gegen das Urteil des Landgerichts Osnabrück vom 31. Januar 2023 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Beschuldigten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.
Ergänzend bemerkt der Senat:
Die Strafkammer hat Ablichtungen mehrerer Zettel mit handschriftlichen, zum Teil schwer lesbaren und inhaltlich unverständlichen Notizen des Beschuldigten - offenbar zur Veranschaulichung von dessen geistiger Verwirrtheit - in den die Beweiswürdigung betreffenden Teil des schriftlichen Urteils hineinkopiert. Ferner hat das Landgericht Fotografien von Tatmitteln - eines Teleskopschlagstockes und eines Messers - in die Urteilsurkunde eingefügt.
Ersteres ist rechtsfehlerhaft. Denn in den Urteilsgründen bedarf es einer textlichen Würdigung der erhobenen Beweise. Nicht statthaft ist es dagegen, als beweisrelevant erachtete Dokumente bildlich in den Urteilsgründen zu dokumentieren, zumal, wenn dies - wie vorliegend - (weitgehend) zusammenhangslos erfolgt und die Interpretation des abgelichteten Schriftstücks dem Leser des Urteils überlassen bleibt. Hierauf beruht das Urteil indes nicht. Denn auch ohne die Ablichtungen sind sowohl die Sachverhaltsdarstellung als auch die Beweiswürdigung nachvollziehbar und lückenfrei.
Das Hineinkopieren von Lichtbildern - etwa von Tatmitteln oder Tatörtlichkeiten - in die Urteilsgründe, anstatt auf diese - wie das Gesetz es vorsieht (§ 267 Abs. 1 Satz 3 StPO) - wegen der Einzelheiten zu verweisen, erweist sich regelmäßig zumindest als untunlich. Dies gilt auch hier, weil es auf Details der abgebildeten Tatmittel nicht ankommt (vgl. BGH, Beschluss vom 21. März 2013 - 3 StR 50/13, juris; ferner BGH, Beschlüsse vom 28. Juni 2023 - 3 StR 424/22, juris Rn. 29; vom 2. Februar 2006 - 4 StR 570/05, NJW 2006, 1890 Rn. 14; OLG Celle, Beschluss vom 11. Oktober 2022 - 2 Ss 127/22, NStZ-RR 2023, 12 f.; s. aber auch BayObLG, Beschluss vom 4. April 1996 - 2 ObOWi 223/96, NStZ-RR 1996, 211; BeckOK StPO/Peglau, 48. Ed., § 267 Rn. 11).
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