Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
IX ZB 25/23 ECLI:DE:BGH:2023:070923BIXZB25.23.0 KI-generiert

Inadmissibility of legal complaint in legal aid proceedings: Absence of statutory admissibility and requirement for counsel admitted to the Federal Court of Justice

Geschäftsnummer IX ZB 25/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Court of Justice dismissed the applicant’s legal complaint as inadmissible, leaving the appellate court’s rejection of the applicant’s immediate appeal (filed against the lower court’s denial of litigation funding) in force. The case concerned the procedural admissibility of a challenge to a decision on legal aid (Prozesskostenhilfe) in civil litigation. The court held the complaint inadmissible on two independent grounds: first, because § 574 Abs. 1 ZPO does not permit a legal complaint in legal aid proceedings absent an express statutory provision or admission by the appellate court; and second, because the complaint was not filed by a lawyer admitted to practice before the Federal Court of Justice, as mandated by §§ 575 Abs. 1 Satz 1, 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 577 Abs. 1 Satz 2 ZPO, § 574 Abs. 1 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO, § 544 ZPO, § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO; Inadmissibility of legal complaint in legal aid proceedings: Absence of statutory admissibility and requirement for counsel admitted to the Federal Court of Justice: Die Rechtsbeschwerde ist zudem unzulässig, weil sie nicht durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden ist (§ 575 Abs. 1 Satz 1, § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO). Auch in Prozesskostenhilfesachen kann die Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof nur durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt werden (vgl. BGH, Beschluss vom 23. Juni 2010 - XII ZB 82/10, NJW-RR 2010, 1297 Rn. 7).

Schlagwörter

KI-generiert
Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege gesetzliche Voraussetzungen Prozessvoraussetzung amtliche Rechtsverbeiständung Klagebewilligung E-Justice

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des 20. Zivilsenats des Oberlandesgerichts München vom 9. Juni 2023 wird auf Kosten des Antragstellers als unzulässig verworfen.

[GRUENDE]

Die Rechtsbeschwerde ist gemäß § 577 Abs. 1 Satz 2 ZPO als unzulässig zu verwerfen. Gegen den im Tenor genannten Beschluss des Oberlandesgerichts, mit dem dieses die sofortige Beschwerde des Klägers gegen die Ablehnung seines Prozesskostenhilfegesuchs durch das Landgericht zurückgewiesen hat, ist weder die Rechtsbeschwerde (§ 574 Abs. 1 ZPO) noch ein anderes Rechtsmittel statthaft. Weder bestimmt das Gesetz ausdrücklich, dass die Rechtsbeschwerde im Prozesskostenhilfeverfahren statthaft ist (§ 127 Abs. 2 Satz 2, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO) noch ist die Rechtsbeschwerde im Beschluss des Beschwerdegerichts zugelassen (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO). Die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde ist im Gegensatz zu den Regelungen der Revision (§ 544 ZPO) auch nicht anfechtbar (BGH, Beschluss vom 10. Januar 2008 - IX ZB 109/07, WuM 2008, 113).

Die Rechtsbeschwerde ist zudem unzulässig, weil sie nicht durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden ist (§ 575 Abs. 1 Satz 1, § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO). Auch in Prozesskostenhilfesachen kann die Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof nur durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt werden (vgl. BGH, Beschluss vom 23. Juni 2010 - XII ZB 82/10, NJW-RR 2010, 1297 Rn. 7).

Schultz

Röhl

Selbmann

Harms

Weinland