Removal of defendant from hearing for witness instruction under § 247 StPO and refusal of audio-visual examination under § 247a StPO
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe German Federal Court of Criminal Justice (4th Criminal Senate) dismissed the defendant's appeal, upholding the Landgericht Arnsberg judgment and ordering the defendant to bear the costs of the proceedings. The dispute centered on procedural challenges regarding the defendant's removal from the courtroom during the testimony of the victim; specifically, the defendant argued that removing him for the duration of the questioning, including the pre-testimony instruction on the duty of truth, violated § 247 StPO and Article 6(3)(d) ECHR in conjunction with § 247a StPO. The court held that the instruction is inextricably linked to the examination process under § 247 StPO, and that the lower court's refusal to order an audio-visual examination under § 247a StPO, considering the victim's young age and personality, was legally sound, thereby finding no reversible error.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 57 StPO, § 247 StPO, § 52 StPO, § 247a StPO, § 261 StPO; Removal of defendant from hearing for witness instruction under § 247 StPO and refusal of audio-visual examination under § 247a StPO: The dispute centered on procedural challenges regarding the defendant's removal from the courtroom during the testimony of the victim; specifically, the defendant argued that removing him for the duration of the questioning, including the pre-testimony instruction on the duty of truth, violated § 247 StPO and Article 6(3)(d) ECHR in conjunction with § 247a StPO. The court held that the instruction is inextricably linked to the examination process under § 247 StPO, and that the lower court's refusal to order an audio-visual examination under § 247a StPO, considering the victim's young age and personality, was legally sound, thereby finding no reversible error.
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KI-generiertCited in the dispositive as the legal basis for dismissing the appeal as unfounded because the review did not reveal any legal error to the detriment of the accused.
Volltext
Entfernung des Angeklagten aus der Hauptverhandlung während der Zeugenvernehmung
[TENOR]
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Arnsberg vom 19. Dezember 2017 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.
Ergänzend zu der Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:
1. Die Verfahrensbeanstandung eines Verstoßes gegen § 247 Satz 1 und Satz 2 StPO ist unbegründet. Die in Anwendung dieser Vorschriften erfolgte Entfernung des Angeklagten für die Dauer der Vernehmung der Nebenklägerin umfasste auch die der Vernehmung vorangegangene Belehrung der Nebenklägerin gemäß § 57 StPO über ihre Wahrheitspflicht und die Möglichkeit ihrer Vereidigung. Denn die Belehrung nach § 57 StPO steht - sofern sie nicht sogar als dem Vernehmungsbegriff im Sinne des § 247 StPO zugehörig anzusehen ist - jedenfalls in einem untrennbaren Zusammenhang mit der Vernehmung (vgl. BGH, Urteil vom 19. Oktober 1971 - 5 StR 492/71, bei Dallinger, MDR 1972, 199; Beschluss vom 18. Mai 1995 - 1 StR 247/95, Rn. 2 [jeweils für Belehrungen nach § 52 StPO]; Becker in Löwe/Rosenberg, StPO, 26. Aufl., § 247 Rn. 34; Frister in SK-StPO, 5. Aufl., § 247 Rn. 28; Schmitt in Meyer-Goßner/Schmitt, 61. Aufl., § 247 Rn. 6).
2. Die weitere Verfahrensrüge, mit der die Revision einen Verstoß gegen Art. 6 Abs. 3 d) EMRK in Verbindung mit § 247a StPO geltend macht, ist zwar nicht schon in unzulässiger Weise erhoben worden. Sie ist jedoch unbegründet, da der Beschluss des Landgerichts, mit dem es - unter Berücksichtigung des jugendlichen Alters und der Persönlichkeit der Nebenklägerin - eine audiovisuelle Vernehmung der Nebenklägerin nach § 247a StPO abgelehnt hat, nicht zu beanstanden ist.
3. Auch die Verfahrensrüge eines Verstoßes gegen § 261 StPO ist nicht bereits unzulässig. Sie ist indes aus den Gründen der Antragsschrift des Generalbundesanwalts in der Sache unbegründet.
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