Admissibility of reading out an investigating judge's official statement as free proof regarding the procedural origin of prior interrogation answers
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe German Federal Court of Criminal Justice (BGH) dismissed the appeals of two defendants against a Landgericht Dortmund conviction, ruling that the trial court committed no error to the defendants' detriment. The dispute centered on a criminal appeal challenging the admission of a formal statement by an investigating judge, read into the record under § 250 StPO without explicit objection, regarding whether prior statutory prosecutor interviews had been incorporated into the judicial interrogation. The court held that such a statement could be lawfully introduced in a free-proof proceeding where only the external circumstances of evidence formation were at issue, not the substantive content, and that any potential procedural violation was immaterial because the trial court had already found the defendants' statements during the preliminary investigation to be rebutted.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 250 StPO, § 250 Abs. 1 Nr. 1 StPO; Admissibility of reading out an investigating judge's official statement as free proof regarding the procedural origin of prior interrogation answers: The dispute centered on a criminal appeal challenging the admission of a formal statement by an investigating judge, read into the record under § 250 StPO without explicit objection, regarding whether prior statutory prosecutor interviews had been incorporated into the judicial interrogation. The court held that such a statement could be lawfully introduced in a free-proof proceeding where only the external circumstances of evidence formation were at issue, not the substantive content, and that any potential procedural violation was immaterial because the trial court had already found the defendants' statements during the preliminary investigation to be rebutted.
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KI-generiertThe legal basis cited in the dispositive for dismissing the appeals as unfounded because the review revealed no legal error to the disadvantage of the defendants.
Volltext
Strafverfahren: Verlesung einer dienstlichen Erklärung eines Ermittlungsrichters
[TENOR]
Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Dortmund vom 2. November 2017 werden als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigungen keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).
Jeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.
Zu der Revision des Angeklagten E. Ü. bemerkt der Senat ergänzend zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts vom 3. Juli 2018:
Die Rüge eines Verstoßes gegen § 250 StPO durch Verlesung der dienstlichen Äußerung der Ermittlungsrichterin ist unbegründet. Zwar reicht ein fehlender Widerspruch gegen die Anordnung einer Verlesung im Regelfall nicht zur Annahme eines Einverständnisses nach § 250 Abs. 1 Nr. 1 StPO (vgl. BGH, Beschluss vom 12. Juli 1983 - 1 StR 174/83, NJW 1984, 65, 66). Die dienstliche Erklärung durfte aber im Freibeweisverfahren verlesen werden. Tatsachen, die dem Freibeweis unterliegen, können durch dienstliche Erklärung eines Richters in zulässiger Weise zum Gegenstand der Hauptverhandlung gemacht werden. Dies ist beispielsweise möglich, wenn im Blick auf Verfahrenshindernisse oder Verwertungsverbote allein die äußeren Umstände des Zustandekommens einer Zeugenaussage von Bedeutung sind, ohne dass diese Umstände Auswirkungen auf die Beurteilung des Inhalts der Aussage haben (BGH, Urteil vom 9. Dezember 1999 - 5 StR 312/99, BGHSt 45, 354, 356 f.). So liegt der Fall hier. Die Verlesung diente ersichtlich der Aufklärung der Frage, ob die staatsanwaltschaftliche Vernehmung des Angeklagten vom 9. Februar 2017 im Wege des Vorhalts Bestandteil der ermittlungsrichterlichen Vernehmung geworden ist.
Im Übrigen wäre auch ein Beruhen des Urteils auf einem etwaigen Verfahrensfehler auszuschließen. Die Strafkammer hat die Einlassung des Angeklagten bei der staatsanwaltschaftlichen Vernehmung als widerlegt angesehen (UA 39 f.).
Franke
Roggenbuck
Bender
Feilcke
Paul