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3 StR 257/23 ECLI:DE:BGH:2023:240823B3STR257.23.0 KI-generiert

Sexual abuse of children: Definition of "inducing" under § 176(1)(2) StGB and the impossibility of influencing a sleeping victim

Geschäftsnummer 3 StR 257/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice dismissed the defendant's appeal, upholding the lower court's conviction for the serious sexual abuse of children and ordering the defendant to bear the costs of the appellate proceedings. The legal dispute centered on whether placing an adult's hand on the exposed penis of a sleeping child constituted "inducing" the child to perform sexual acts with a third person, a specific statutory aggravation under German criminal law. The court ruled that it is conceptually impossible to "induce" a sleeping person, as the term requires influencing the victim's will or actual consent to the act; however, the error in the lower court's reasoning did not affect the validity of the judgment because the facts sufficiently established the primary offense of sexual abuse against a minor and concurrent offenses, rendering the contested legal qualification of "inducement" immaterial to the final conviction and sentencing.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 176 Abs. 1 Nr. 2 StGB, § 176c Abs. 1 Nr. 1 StGB, § 176 Abs. 1 Nr. 1 StGB, § 174 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StGB, § 177 Abs. 2 Nr. 1 StGB; Sexual abuse of children: Definition of "inducing" under § 176(1)(2) StGB and the impossibility of influencing a sleeping victim: The legal dispute centered on whether placing an adult's hand on the exposed penis of a sleeping child constituted "inducing" the child to perform sexual acts with a third person, a specific statutory aggravation under German criminal law. The court ruled that it is conceptually impossible to "induce" a sleeping person, as the term requires influencing the victim's will or actual consent to the act; however, the error in the lower court's reasoning did not affect the validity of the judgment because the facts sufficiently established the primary offense of sexual abuse against a minor and concurrent offenses, rendering the contested legal qualification of "inducement" immaterial to the final conviction and sentencing.

Schlagwörter

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sexuelle Handlungen mit Kindern Begriff sexuelle Handlungen strafbare Handlung minderjähriges Kind Begriff der Entscheidung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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3 StR 567/97
Dezember 1997 - 3 StR 567/97, BGHSt 43, 366, 369).
BGHSt 43, 366
Dezember 1997 - 3 StR 567/97, BGHSt 43, 366, 369).
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

The procedural provision cited in the dispositive to dismiss the appeal as unfounded because the review found no legal error to the defendant's detriment.

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Volltext

Sexueller Missbrauch von Kindern: "Bestimmen" zur Vornahme sexueller Handlungen

[TENOR]

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Mönchengladbach vom 27. März 2023 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Indem der Angeklagte bei der Tat 2 der Urteilsgründe die Hand eines Anderen, für jenen überraschend, auf den entblößten Penis eines schlafenden Jungen legte, bestimmte er letzteren nicht zu sexuellen Handlungen mit Dritten im Sinne des § 176 Abs. 1 Nr. 2 StGB. Denn es ist schon begrifflich ausgeschlossen, ein schlafendes Kind zu etwas zu bestimmen (BGH, Beschluss vom 17. Dezember 1997 - 3 StR 567/97, BGHSt 43, 366, 369). Unter „Bestimmen“ ist vielmehr jede Einwirkung auf den Willen des Kindes zu verstehen, die es zur Vornahme oder Duldung sexueller Handlungen veranlasst. Wenngleich deren sexuelle Bedeutung von dem Kind nicht erfasst werden muss, ist es erforderlich, dass der Täter dessen Verhalten in irgendeiner Form beeinflusst hat und das tatsächliche Einverständnis des Kindes mit dem Geschehen - jedenfalls auch - darauf beruht (vgl. BeckOK StGB/Ziegler, 58. Ed., § 176 Rn. 11; NK-StGB/Papathanasiou, 6. Aufl., § 176 Rn. 20; MüKoStGB/Renzikowski, 4. Aufl., § 176 Rn. 33 ff.).

Dieser Rechtsfehler gefährdet den Bestand des Urteils allerdings nicht. Der Schuldspruch wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern gemäß § 176c Abs. 1 Nr. 1 StGB beruht nicht auf ihm, weil der Angeklagte durch das festgestellte Tatgeschehen im Sinne des § 176 Abs. 1 Nr. 1 StGB sexuelle Handlungen an einer Person unter vierzehn Jahren vornahm. Auf den Strafausspruch wirkt er sich ebenfalls nicht aus. Soweit das Landgericht dort ausgeführt hat, der Angeklagte habe „tateinheitlich weitere Straftatbestände verwirklicht“, hat es sich erkennbar darauf bezogen, dass der Angeklagte sich durch seine Handlung auch wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen (§ 174 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StGB) und sexuellen Übergriffs (§ 177 Abs. 2 Nr. 1 StGB) strafbar gemacht hat.

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RiBGH Dr. Kreickerbefindet sich im Urlaub undist deshalb gehindert zuunterschreiben.

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