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VIa ZR 1031/22 ECLI:DE:BGH:2023:310723BVIAZR1031.22.0 KI-generiert

Hearing complaint over judicial review of legal assessment in parallel corporate insolvency proceedings

Geschäftsnummer VIa ZR 1031/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (6th Civil Senate) dismissed the defendant's hearing complaint (Anhörungsrüge) with costs, upholding the validity of its earlier judgment in the commercial dispute. The defendant alleged a violation of her right to be heard, claiming the court failed to adequately consider her arguments during the proceedings and subsequent deliberation. The court rejected this, holding that the defendant merely substituted her own legal assessment for that of the court without demonstrating that the court had ignored specific factual submissions or violated its duty to provide indications (Hinweispflichten). Citing § 321a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO, the court determined that the hearing complaint procedure is not intended for re-arguing the substantive legal merits or continuing a debate after a final decision has been rendered.

Legislator-Regeste

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§ 321a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO; Hearing complaint over judicial review of legal assessment in parallel corporate insolvency proceedings: The defendant alleged a violation of her right to be heard, claiming the court failed to adequately consider her arguments during the proceedings and subsequent deliberation. The court rejected this, holding that the defendant merely substituted her own legal assessment for that of the court without demonstrating that the court had ignored specific factual submissions or violated its duty to provide indications (Hinweispflichten). Citing § 321a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO, the court determined that the hearing complaint procedure is not intended for re-arguing the substantive legal merits or continuing a debate after a final decision has been rendered.

Schlagwörter

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Normenkontrolle Anspruch auf rechtliches Gehör Zahlungsunfähigkeit Handelsstreitigkeit Zivilurteil Kostenfestsetzung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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III ZR 443/04
Juli 2005 - III ZR 443/04, NJW-RR 2006, 63, 64), wird auf Kosten der Beklagten zurückgewiesen, weil die Voraussetzungen des § 321a Abs.
IV ZR 267/14
März 2016 - IV ZR 267/14, juris Rn.
I ZB 123/19
Oktober 2020 - I ZB 123/19, juris Rn.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 321a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO

The provision cited in the operative order to justify the dismissal of the hearing complaint because its prerequisites were not met.

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Volltext

Die Anhörungsrüge der Beklagten gegen das Urteil des Senats vom 26. Juni 2023, über die der Senat in der für die Beratung am 31. Juli 2023 maßgeblichen Besetzung entscheidet (vgl. BGH, Beschluss vom 28. Juli 2005 - III ZR 443/04, NJW-RR 2006, 63, 64), wird auf Kosten der Beklagten zurückgewiesen, weil die Voraussetzungen des § 321a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO nicht vorliegen.

Der Senat hat in dieser Sache am 8. Mai 2023 über mehrere Stunden in einem Termin gleichzeitig mit zwei parallelen Rechtsstreitigkeiten verhandelt, in denen er wie in dieser Sache am 26. Juni 2023 Urteile verkündet hat (BGH, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, ZIP 2023, 1421, zur Veröffentlichung bestimmt in BGHZ, in der Entscheidung in dieser Sache vom Senat und von der Anhörungsrüge zitiert; Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 533/21, ZIP 2023, 1432). In der Verhandlung am 8. Mai 2023 hat der Senat ein eingehendes Rechtsgespräch geführt und der Beklagten umfangreich Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben, von der die Beklagte Gebrauch gemacht hat.

Die Beklagte setzt mit ihrer Gehörsrüge lediglich ihre eigene - weiterhin von der des Senats abweichende - Würdigung der Rechtslage an die Stelle der Würdigung des Senats. Damit kann sie, weil der Senat Sachvortrag der Beklagten nicht übergangen und Hinweispflichten nicht verletzt hat, einen Gehörsverstoß nicht begründen (BGH, Beschluss vom 9. März 2016 - IV ZR 267/14, juris Rn. 1; Beschluss vom 7. Oktober 2020 - I ZB 123/19, juris Rn. 22).

Im Übrigen dient das Anhörungsrügeverfahren nicht dazu, die Senatsentscheidung nochmals inhaltlich zur Überprüfung zu stellen oder einer Partei die Möglichkeit zu eröffnen, mit dem Bundesgerichtshof nach dessen Entscheidung ihren gegenteiligen Rechtsstandpunkt weiter zu diskutieren (vgl. BGH, Beschluss vom 20. Dezember 2022 - KZR 8/21, juris Rn. 3 mwN).

Menges

Götz

Rensen

Liepin

Vogt-Beheim