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XI ZB 13/23 ECLI:DE:BGH:2023:040923BXIZB13.23.0 KI-generiert

Inadmissibility of legal complaint against rejection of judicial recusal complaint

Geschäftsnummer XI ZB 13/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice dismissed the plaintiff's application for the appointment of a standby attorney and rejected his appeal as inadmissible, leaving the lower court's decision in force. The dispute concerned a civil procedure where the plaintiff sought to challenge a Regional Court order that had dismissed his immediate complaint against a District Court decision denying his motion for recusal of a judge. The court held that the attempted "complaint against non-admission" was mislabeled as a legal complaint (Rechtsbeschwerde), which is not admissible here because neither the statute nor the impugned order permitted such an appeal, rendering the proceeding futile and justifying the refusal of legal aid. The decision was based on § 78b(1) of the Code of Civil Procedure (ZPO) regarding the conditions for appointing a standby attorney (specifically the requirement that litigation not be hopeless) and § 574(1) sentence 1 ZPO, which stipulates that a legal complaint is only permissible if explicitly provided for by law or admitted by the underlying order.

Legislator-Regeste

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§ 78b Abs. 1 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 21 Abs. 1 Satz 3 GKG; Inadmissibility of legal complaint against rejection of judicial recusal complaint: The dispute concerned a civil procedure where the plaintiff sought to challenge a Regional Court order that had dismissed his immediate complaint against a District Court decision denying his motion for recusal of a judge. The court held that the attempted "complaint against non-admission" was mislabeled as a legal complaint (Rechtsbeschwerde), which is not admissible here because neither the statute nor the impugned order permitted such an appeal, rendering the proceeding futile and justifying the refusal of legal aid. The decision was based on § 78b(1) of the Code of Civil Procedure (ZPO) regarding the conditions for appointing a standby attorney (specifically the requirement that litigation not be hopeless) and § 574(1) sentence 1 ZPO, which stipulates that a legal complaint is only permissible if explicitly provided for by law or admitted by the underlying order.

Schlagwörter

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Ausstandsbegehren Prozessrecht Zivilprozessverfahren unentgeltliche Rechtspflege Ernennungsverfahren ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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XI ZB 4/23
Validity of automated cost assessments without signatures or seals and objections to fixed court fees for dismissed legal remedies
36 C 131/21
Januar 2023 (36 C 131/21) über ein Ablehnungsgesuch des Klägers zurückgewiesen worden ist, ist nicht anfechtbar.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 21 Abs. 1 Satz 3 GKG

Cited as the basis for the court's order that no costs would be charged in the dispositive.

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Volltext

Der Antrag des Klägers auf Beiordnung eines Notanwalts für das Beschwerdeverfahren gegen den Beschluss der 5. Zivilkammer des Landgerichts Saarbrücken vom 8. Mai 2023 wird zurückgewiesen.

Die als Rechtsbeschwerde anzusehende "Nichtzulassungsbeschwerde" des Klägers gegen den vorbezeichneten Beschluss wird als unzulässig verworfen.

[GRUENDE]

1. Der Antrag des Klägers auf Beiordnung eines Notanwalts für das Verfahren der "Nichtzulassungsbeschwerde" oder - wie hier: richtigerweise - Rechtsbeschwerde ist unbegründet.

Gemäß § 78b Abs. 1 ZPO hat das Gericht, soweit eine Vertretung durch Anwälte geboten ist, einer Partei auf ihren Antrag einen Notanwalt beizuordnen, wenn sie einen zu ihrer Vertretung bereiten Rechtsanwalt nicht findet und die Rechtsverfolgung nicht mutwillig oder aussichtslos ist. Aussichtslosigkeit ist immer dann gegeben, wenn ein günstiges Ergebnis der beabsichtigten Rechtsverfolgung auch bei anwaltlicher Beratung ganz offenbar nicht erreicht werden kann (Senatsbeschluss vom 20. Juni 2023 - XI ZB 4/23, juris Rn. 2 mwN). Dies ist hier der Fall. Der Beschluss des Landgerichts Saarbrücken ist weder mit der Nichtzulassungsbeschwerde noch mit der Rechtsbeschwerde anfechtbar.

2. Die "Nichtzulassungsbeschwerde" bzw. Rechtsbeschwerde ist nicht statthaft und deshalb als unzulässig zu verwerfen. Die Entscheidung des Landgerichts Saarbrücken, mit dem die sofortige Beschwerde gegen den Beschluss des Amtsgerichts Saarbrücken vom 30. Januar 2023 (36 C 131/21) über ein Ablehnungsgesuch des Klägers zurückgewiesen worden ist, ist nicht anfechtbar. Nach § 574 Abs. 1 Satz 1 ZPO ist eine Rechtsbeschwerde nur statthaft, wenn dies im Gesetz ausdrücklich bestimmt ist oder sie in dem angegriffenen Beschluss zugelassen ist. Beide Voraussetzungen liegen hier nicht vor.

Kosten werden nicht erhoben (§ 21 Abs. 1 Satz 3 GKG).

Ellenberger

Grüneberg

Matthias

Derstadt

Schild von Spannenberg