Inadmissibility of criminal revision for failure to satisfy mandatory electronic submission requirement
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe German Federal Court of Criminal Justice (BGH) dismissed the defendant’s appeal as inadmissible and ordered him to bear the costs, leaving the lower court’s conviction and seven-year imprisonment for manslaughter in force. The dispute concerned the procedural validity of the appeal, which had been filed via fax and original paper documents rather than through the mandatory electronic submission system. Relying on the General Federal Prosecutor’s analysis, the court held that the appeal failed to meet the form and effectiveness requirements of § 32d Sentence 2 StPO, which mandates electronic transmission by defense counsel for appeals filed on or after January 1, 2022; the court rejected the argument of technical impossibility under § 32d Sentence 3 StPO, noting that no such grounds were substantiated.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 1 StPO, § 32d Satz 2 StPO, § 32d Satz 3 StPO; Inadmissibility of criminal revision for failure to satisfy mandatory electronic submission requirement: „Nach der seit dem 1. Januar 2022 geltenden Vorschrift des § 32d Satz 2 StPO müssen Verteidiger und Rechtsanwälte die Revision und ihre Begründung als elektronisches Dokument übermitteln. Insoweit handelt es sich um eine Form- und Wirksamkeitsvoraussetzung der jeweiligen Prozesshandlung, die bei Nichteinhaltung deren Unwirksamkeit zur Folge hat (vgl. Senat, Beschluss vom 9. August 2022 – 6 StR 268/22, NJW 2022, 3588 f.; BGH, Beschlüsse vom 19. Juli 2022 – 4 StR 68/22 Rn. 3; vom 24. Mai 2022 – 2 StR 110/22 Rn. 3; vom 20. April 2022 – 3 StR 86/22, wistra 2022, 388).
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KI-generiertVolltext
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Magdeburg vom 22. November 2022 wird als unzulässig verworfen.
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.
[GRUENDE]
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Dagegen richtet sich die auf die Sachrüge gestützte Revision des Angeklagten. Das Rechtsmittel ist unzulässig (§ 349 Abs. 1 StPO), weil sie nicht den Formerfordernissen des § 32d Satz 2 StPO entspricht. Dazu hat der Generalbundesanwalt in seiner Antragsschrift ausgeführt:
„Nach der seit dem 1. Januar 2022 geltenden Vorschrift des § 32d Satz 2 StPO müssen Verteidiger und Rechtsanwälte die Revision und ihre Begründung als elektronisches Dokument übermitteln. Insoweit handelt es sich um eine Form- und Wirksamkeitsvoraussetzung der jeweiligen Prozesshandlung, die bei Nichteinhaltung deren Unwirksamkeit zur Folge hat (vgl. Senat, Beschluss vom 9. August 2022 – 6 StR 268/22, NJW 2022, 3588 f.; BGH, Beschlüsse vom 19. Juli 2022 – 4 StR 68/22 Rn. 3; vom 24. Mai 2022 – 2 StR 110/22 Rn. 3; vom 20. April 2022 – 3 StR 86/22, wistra 2022, 388).
Weder die am 23. November 2022 per Telefax übermittelte Revisionseinlegung (…) noch das am 24. November 2022 zur Sachakte gelangte Original (…) genügen diesen Anforderungen. Anhaltspunkte dafür, dass eine elektronische Übermittlung aus technischen Gründen vorübergehend nicht möglich war (§ 32d Satz 3 StPO), sind nicht dargetan. Vorstehendes gilt gleichfalls für die Revisionsbegründung (…).“
Dem schließt sich der Senat an.
Sander
Tiemann
Wenske
Fritsche
Arnoldi