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2 StR 274/23 ECLI:DE:BGH:2023:160823B2STR274.23.0 KI-generiert

Juvenile sentencing and weapon confiscation: BGH discretion to omit seizure under § 421 Abs. 1 Nr. 3 StPO in attempted murder case

Geschäftsnummer 2 StR 274/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (BGH) partially granted the defendant's revision, ordering that the confiscation of the seized folding knife be omitted pursuant to § 421 Abs. 1 Nr. 3 StPO, while rejecting the remainder of the appeal; consequently, the lower court’s conviction for attempted murder in concurrence with dangerous bodily injury and the five-year juvenile sentence remain in force. The dispute centered on the appropriateness of the court-ordered confiscation of the weapon in a criminal case involving a juvenile offender, with the defendant challenging this measure via a legal error complaint (Sachrüge). The decisive legal basis for the modification was the BGH’s discretion to abstain from the confiscation decision under § 421 Abs. 1 Nr. 3 StPO, whereas the substantive guilt and sentencing aspects were deemed free of disadvantageous legal errors under § 349 Abs. 2 StPO.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 421 Abs. 1 Nr. 3 StPO; Juvenile sentencing and weapon confiscation: BGH discretion to omit seizure under § 421 Abs. 1 Nr. 3 StPO in attempted murder case: 1 Nr. 3 StPO, while rejecting the remainder of the appeal; consequently, the lower court’s conviction for attempted murder in concurrence with dangerous bodily injury and the five-year juvenile sentence remain in force. The dispute centered on the appropriateness of the court-ordered confiscation of the weapon in a criminal case involving a juvenile offender, with the defendant challenging this measure via a legal error complaint (Sachrüge). The decisive legal basis for the modification was the BGH’s discretion to abstain from the confiscation decision under § 421 Abs. 1 Nr. 3 StPO, whereas the substantive guilt and sentencing aspects were deemed free of disadvantageous legal errors under § 349 Abs. 2 StPO.

Schlagwörter

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strafrechtliche Einziehung Jugendstrafzumessung versuchter Mord Strafprozessordnung Reihenfolge der Pfändung Waffenrechtsdelikte

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Cited in the dispositive to declare the further parts of the revision unfounded.

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Volltext

1. Auf die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Aachen vom 16. März 2023 wird mit Zustimmung des Generalbundesanwalts von der Einziehung des Klappmessers abgesehen; der Ausspruch über die Einziehung entfällt.

2. Die weitergehende Revision wird verworfen.

3. Der Angeklagte trägt die notwendigen Auslagen des Nebenklägers; im Übrigen wird davon abgesehen, dem Angeklagten die Kosten und Auslagen seines Rechtsmittels aufzuerlegen.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von fünf Jahren verurteilt und gegen ihn die Einziehung des „sichergestellten Klappmessers“ angeordnet. Die mit der Sachrüge geführte Revision des Angeklagten führt zum Absehen von der Einziehungsentscheidung; im Übrigen ist sie unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO.

Die Nachprüfung des Urteils hat hinsichtlich des Schuld- und des Strafausspruchs keinen den Angeklagten benachteiligenden Rechtsfehler ergeben. Von der Anordnung der Einziehung des sichergestellten Klappmessers hat der Senat mit Zustimmung des Generalbundesanwalts gemäß § 421 Abs. 1 Nr. 3 StPO abgesehen.

Appl

Krehl

Zeng

Grube

Schmidt