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IX ZB 78/19 ECLI:DE:BGH:2020:140920BIXZB78.19.0 KI-generiert

Admissibility of Rechtsbeschwerde in insolvency administrator remuneration proceedings: strict requirement of express admission and qualified counsel representation

Geschäftsnummer IX ZB 78/19
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) rejected the appeal on points of law (Rechtsbeschwerde) as inadmissible, dismissing the appellant's challenge and leaving the lower court's decision in force. The dispute concerned the determination of the insolvency administrator's remuneration, where the appellant attempted to challenge the appellate court's implicit refusal to allow the legal appeal. The Court held that the appeal was procedurally barred because the appellate court had not explicitly admitted the appeal on points of law, as silence or even mere oversight on this requirement constitutes a non-admission, and such a refusal is not itself subject to review. Additionally, the appeal was deemed inadmissible because it was not filed by a lawyer authorized to practice before the BGH, in violation of specific professional representation requirements. The decisive legal basis comprised § 4 InsO in conjunction with §§ 574, 575, and 577 ZPO, and § 133 GVG, establishing that appeals in this procedure require express admission and qualified legal representation.

Legislator-Regeste

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§ 4 InsO, § 577 Abs. 1 Satz 2 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO, § 575 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO; Admissibility of Rechtsbeschwerde in insolvency administrator remuneration proceedings: strict requirement of express admission and qualified counsel representation: Darüber hinaus ist die Rechtsbeschwerde auch deswegen unzulässig, weil sie nicht durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden ist (§ 4 InsO, § 575 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 133 GVG, § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO).

Schlagwörter

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Zahlungsunfähigkeit gesetzliche Vertretung E-Justice Konkursverwalter Beschwerdelegitimation Erfüllung der Sachurteilsvoraussetzungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Festsetzung der Insolvenzverwaltervergütung: Anfechtbarkeit der Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde durch das Beschwerdegericht

[TENOR]

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 5. Zivilkammer des Landgerichts Gera vom 8. Oktober 2019 wird auf Kosten der weiteren Beteiligten zu 1 als unzulässig verworfen.

[GRUENDE]

Die Rechtsbeschwerde ist gemäß § 4 InsO, § 577 Abs. 1 Satz 2 ZPO als unzulässig zu verwerfen. Im Verfahren zur Festsetzung der Verwaltervergütung ist die Rechtsbeschwerde gemäß § 4 InsO in Verbindung mit § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO nur statthaft, wenn sie durch das Beschwerdegericht zugelassen worden ist (BGH, Beschluss vom 20. Dezember 2011 - IX ZB 294/11, WM 2012, 276 Rn. 4). Diese Voraussetzung liegt nicht vor, da der Beschluss vom 8. Oktober 2019 weder im Tenor noch in den Gründen einen Ausspruch der Zulassung der Rechtsbeschwerde enthält. Schweigt das Beschwerdegericht zur Frage der Zulassung, ist die Rechtsbeschwerde nicht zugelassen (BGH, Beschluss vom 12. März 2009 - IX ZB 193/08, WM 2009, 1058 Rn. 7). Dies würde auch dann gelten, wenn das Beschwerdegericht die Möglichkeit der Zulassung gar nicht bedacht hätte (vgl. BGH, Beschluss vom 9. Juni 2016 - IX ZB 92/15, MDR 2016, 1352 Rn. 3). Die Nichtzulassung ist auch nicht anfechtbar (BGH, Beschluss vom 10. Januar 2008 - IX ZB 109/07, WuM 2008, 113).

Darüber hinaus ist die Rechtsbeschwerde auch deswegen unzulässig, weil sie nicht durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden ist (§ 4 InsO, § 575 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 133 GVG, § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO).

Grupp

Gehrlein

Schoppmeyer

Röhl

Selbmann