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NotZ (Brfg) 8/22 ECLI:DE:BGH:2023:240723BNOTZ.BRFG.8.22.0 KI-generiert

Mootness and cost allocation in notarial appointment proceedings following voluntary withdrawal of application

Geschäftsnummer NotZ (Brfg) 8/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice for Notarial Matters dismissed the proceedings as moot and declared the first-instance judgment of the Celle Higher Regional Court ineffective, ordering the applicant to bear the costs of the proceedings and setting the amount in dispute at €50,000. The dispute concerned the applicant's application for appointment as a notary, which the applicant voluntarily withdrew during the admission proceedings, prompting both parties to mutually declare the main issue settled. The court applied the legal framework for the cessation of notarial proceedings pursuant to § 111b Abs. 1 Satz 1 BNotO, in conjunction with § 92 Abs. 3 Satz 1 and § 173 Satz 1 VwGO (applied analogously) as well as § 269 Abs. 3 Satz 1 and Abs. 4 Satz 1 ZPO (applied analogously) for the pronouncement of the lower court judgment's nullity. Costs were allocated based on equitable discretion under § 161 Abs. 2 Satz 1 VwGO, considering the applicant's withdrawal and admission of liability, while the dispute value was determined under § 111g Abs. 2 Satz 1 BNotO.

Legislator-Regeste

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§ 92 Abs. 3 Satz 1 VwGO, § 173 Satz 1 VwGO, § 161 Abs. 2 Satz 1 VwGO; Mootness and cost allocation in notarial appointment proceedings following voluntary withdrawal of application: Aufgrund der übereinstimmenden Erledigungserklärungen der Beteiligten ist das Verfahren einzustellen und die Wirkungslosigkeit des in erster Instanz ergangenen Urteils des Oberlandesgerichts auszusprechen(§ 111b Abs. 1 Satz 1 BNotO in Verbindung mit § 92 Abs. 3 Satz 1 VwGO [analog] beziehungsweise § 173 Satz 1 VwGO, § 269 Abs. 3 Satz 1 und Abs. 4 Satz 1 ZPO [analog]).

Schlagwörter

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Haftung des Notars Streitwert Kostenverlegung strafrechtlicher Rücktritt formelle Verfahrenseinstellung Parteientschädigung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

Aufgrund der übereinstimmenden Erledigungserklärungen der Beteiligten wird das Verfahren eingestellt. Das dem Kläger am 14. Dezember 2022, der Beklagten am 12. Dezember 2022 zugestellte Urteil des Senats für Notarsachen des Oberlandesgerichts Celle ist wirkungslos.

Der Kläger trägt die Kosten des Verfahrens.

Der Streitwert wird auf 50.000 € festgesetzt.

[GRUENDE]

1. Der Kläger hat die Ernennung zum Notar begehrt. Nachdem er seine Bewerbung während des Zulassungsverfahrens zurückgenommen hat, haben die Beteiligten das Verfahren übereinstimmend in der Hauptsache für erledigt erklärt.

2. Aufgrund der übereinstimmenden Erledigungserklärungen der Beteiligten ist das Verfahren einzustellen und die Wirkungslosigkeit des in erster Instanz ergangenen Urteils des Oberlandesgerichts auszusprechen(§ 111b Abs. 1 Satz 1 BNotO in Verbindung mit § 92 Abs. 3 Satz 1 VwGO [analog] beziehungsweise § 173 Satz 1 VwGO, § 269 Abs. 3 Satz 1 und Abs. 4 Satz 1 ZPO [analog]).

3. Über die Kosten des Verfahrens ist nach beidseitig erklärter Erledigung der Hauptsache gemäß § 111b Abs. 1 Satz 1 BNotO in Verbindung mit § 161 Abs. 2 Satz 1 VwGO nach billigem Ermessen unter Berücksichtigung des bisherigen Sach- und Streitstandes zu entscheiden. Danach entspricht es der Billigkeit, dem Kläger, der seine Bewerbung zurückgezogen und die Kostenübernahme erklärt hat, die Kosten aufzuerlegen.

4. Der Streitwert folgt aus § 111g Abs. 2 Satz 1 BNotO.

Herrmann

Reiter

Klein

Frank

Müller-Eising