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IX ZR 18/22 ECLI:DE:BGH:2023:220623BIXZR18.22.0 KI-generiert

BGH rejects non-admission complaint for insolvency creditor where appellate findings on full creditor satisfaction made substantial hardship obvious, correcting dispute value

Geschäftsnummer IX ZR 18/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) rejected the non-admission complaint, upholding the lower court's refusal to grant leave for appeal, while simultaneously continuing the proceedings pursuant to a successful hearing objection that identified an obvious error regarding the calculation of the complaint's value. The dispute concerned a secondary insolvency creditor challenging a cost allocation in a final judgment, where the appellate court had explicitly stated that full satisfaction for such creditors was expected, thereby rendering the "substantial hardship" threshold for granting leave for appeal obviously not met. Legally, the court held that the matter lacked fundamental significance for the development of law or uniform jurisprudence under § 543 (2) No. 1 ZPO and found no violation of the right to be heard under Article 103 (1) of the German Basic Law, dismissing the complaint while correcting the dispute value to €27,122.82 based on the omitted factual findings in the appealed judgment.

Legislator-Regeste

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§ 291 ZPO, § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG, § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO; BGH rejects non-admission complaint for insolvency creditor where appellate findings on full creditor satisfaction made substantial hardship obvious, correcting dispute value: The dispute concerned a secondary insolvency creditor challenging a cost allocation in a final judgment, where the appellate court had explicitly stated that full satisfaction for such creditors was expected, thereby rendering the "substantial hardship" threshold for granting leave for appeal obviously not met. Legally, the court held that the matter lacked fundamental significance for the development of law or uniform jurisprudence under § 543 (2) No. 1 ZPO and found no violation of the right to be heard under Article 103 (1) of the German Basic Law, dismissing the complaint while correcting the dispute value to €27,122.82 based on the omitted factual findings in the appealed judgment.

Schlagwörter

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Zahlungsunfähigkeit Streitwert Anspruch auf rechtliches Gehör E-Justice Rechtsvorschlag Aussonderungsverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO

Cited to justify the omission of further reasoning for the dismissal of the non-admission complaint.

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Volltext

Auf die Anhörungsrüge gegen den Senatsbeschluss vom 23. Februar 2023 wird das Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren fortgeführt.

Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 1. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Bremen vom 12. Januar 2022 wird auf Kosten des Streithelfers des Beklagten zurückgewiesen.

Der Wert des Verfahrens der Nichtzulassungsbeschwerde wird in Abänderung des Beschlusses vom 23. Februar 2023 auf 27.122,82 € festgesetzt.

[GRUENDE]

Auf die zulässige und begründete Anhörungsrüge des Streithelfers des Beklagten ist das Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren fortzuführen. Die Nichtzulassungsbeschwerde ist zulässig. Zwar enthält die Beschwerdeschrift weder eine Glaubhaftmachung der behaupteten Beschwer noch eine Darlegung von Gründen, warum die Glaubhaftmachung entbehrlich ist. Die Höhe der Beschwer ist jedoch offenkundig (§ 291 ZPO), weil das Berufungsgericht im Rahmen der Kostenentscheidung des angefochtenen Urteils, das der Beschwerdeführer mit der Nichtzulassungsbeschwerdeschrift vorgelegt hat, ausdrücklich Feststellungen zur Höhe der für nachrangige Insolvenzgläubiger zu erwartenden Insolvenzquote getroffen hat (Berufungsurteil S. 29 unter 7.), aus denen sich ergibt, dass eine vollständige Befriedigung auch der nachrangigen Insolvenzgläubiger zu erwarten ist. Dies hat der Senat bei seiner Entscheidung über die Nichtzulassungsbeschwerde übersehen.

Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unbegründet. Die Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung und weder die Fortbildung des Rechts noch die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erfordert eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Verfahrensgrundrechte des Beklagten und seines Streithelfers wurden nicht verletzt. Das gilt insbesondere für das Recht des Beklagten und seines Streithelfers auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG). Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen.

Schoppmeyer

Lohmann

Röhl

Schultz

Weinland