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III ZB 39/23 ECLI:DE:BGH:2023:290623BIIIZB39.23.0 KI-generiert

Denial of legal aid for legal revision in debt collection proceedings due to statutory inadmissibility and lack of prospect of success

Geschäftsnummer III ZB 39/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (3rd Civil Senate) denied the applicant's request for legal aid to file a legal revision, thereby upholding the previous decisions of the Landgericht Magdeburg and the local court that had rejected the underlying claims. The dispute arose from a debt collection procedure where the applicant, claiming damages for official duty breach based on an assigned right, sought a payment order; after the public prosecutor's office and the court rejected the application and its subsequent objections and appeals, the applicant attempted to challenge the Landgericht's dismissal via legal revision. The court held that legal aid was denied because the proposed legal revision had no prospect of success, as it is statutorily inadmissible in this context and the lower court did not admit it, with the principle that a party cannot use this remedy to argue that the court should have admitted the revision itself.

Legislator-Regeste

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§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 ZPO; Denial of legal aid for legal revision in debt collection proceedings due to statutory inadmissibility and lack of prospect of success: The dispute arose from a debt collection procedure where the applicant, claiming damages for official duty breach based on an assigned right, sought a payment order; after the public prosecutor's office and the court rejected the application and its subsequent objections and appeals, the applicant attempted to challenge the Landgericht's dismissal via legal revision. The court held that legal aid was denied because the proposed legal revision had no prospect of success, as it is statutorily inadmissible in this context and the lower court did not admit it, with the principle that a party cannot use this remedy to argue that the court should have admitted the revision itself.

Schlagwörter

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Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege Inkasso Revisionsgesuch Dienstverletzung gesetzlicher Anspruch Urkundsbeamter

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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II ZB 24/03
November 2004 - II ZB 24/03, NJW-RR 2005, 294 f).
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO

Basis for denying legal aid because the intended legal revision lacks a sufficient prospect of success.

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Volltext

Die Bewilligung von Prozesskostenhilfe für eine Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 10. Zivilkammer des Landgerichts Magdeburg vom 14. März 2023 - 10 T 31/23 - wird abgelehnt.

[GRUENDE]

I. Der Antragsteller hat am 31. Dezember 2021 einen Antrag beim Amtsgericht auf Erlass eines Mahnbescheids wegen einer auf eine Amtspflichtverletzung gestützten Schadensersatzforderung aus abgetretenem Recht gegen den Antragsgegner gestellt und zugleich die Bewilligung von Prozesskostenhilfe beantragt. Die Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle hat die Anträge nach Anhörung des Antragsgegners zurückgewiesen (vgl. § 36b Abs. 1 Satz 1 des RPflG; § 1 Abs. 1 Nr. 2 der Verordnung zur Übertragung von Rechtspflegeraufgaben auf den Urkundsbeamten der Geschäftsstelle vom 22. September 2004, GVBl. LSA, 724). Gegen diese Entscheidung hat der Antragsteller Erinnerung eingelegt, der die Urkundsbeamtin nicht abgeholfen und die Sache dem zuständigen Amtsrichter zur Entscheidung vorgelegt hat. Dieser hat die Erinnerung zurückgewiesen. Die dagegen gerichtete sofortige Beschwerde, der das Amtsgericht nicht abgeholfen hat, hat das Landgericht zurückgewiesen. Dagegen möchte sich der Antragsteller mit einem als Nichtzulassungsbeschwerde bezeichneten Rechtsmittel wenden.

II. Der Senat legt die Eingabe des Antragstellers vom 2. Mai 2023 als Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für eine - hier als Rechtsmittel allein in Betracht kommende - Rechtsbeschwerde aus. Prozesskostenhilfe kann jedoch nur gewährt werden, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Die Rechtsbeschwerde hat keine Erfolgsaussicht. Das Rechtsmittel ist nur statthaft, wenn dies im Gesetz ausdrücklich bestimmt ist oder das Rechtsbeschwerdegericht es in dem angefochtenen Beschluss zugelassen hat (§ 574 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Beide Voraussetzungen liegen hier nicht vor. Mit dem Rechtsmittel kann auch nicht geltend gemacht werden, das vorinstanzliche Gericht hätte die Rechtsbeschwerde zulassen müssen (siehe etwa BGH, Beschluss vom 8. November 2004 - II ZB 24/03, NJW-RR 2005, 294 f).

Remmert Böttcher