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2 StR 31/23 ECLI:DE:BGH:2023:200623B2STR31.23.0 KI-generiert

Confiscation of drug trafficking proceeds barred by extinguishment of state claim through waiver of released, non-incriminated secured cash

Geschäftsnummer 2 StR 31/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice partially upheld the defendant's revision, vacating the Landgericht Wiesbaden's order for the confiscation of €140 in value of criminal proceeds while rejecting the remainder of the appeal and upholding the total imprisonment sentence of three years and six months. The defendant, convicted of armed drug trafficking in non-minor quantities, possession of drugs, and illegal possession of weapons and ammunition, challenged the sentencing and accessory measures; the specific legal dispute concerned the calculation of the confiscation amount, where the lower court failed to deduct €5,195 in secured cash that the court had released to the defendant. Relying on § 73c Sentence 1 of the German Criminal Code, the appellate court determined that the defendant's valid waiver of the secured, non-implicated funds extinguished the state's claim to payment for that specific amount, thereby making the corresponding value confiscation legally inadmissible.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 73c Satz 1 StGB; Confiscation of drug trafficking proceeds barred by extinguishment of state claim through waiver of released, non-incriminated secured cash: The defendant, convicted of armed drug trafficking in non-minor quantities, possession of drugs, and illegal possession of weapons and ammunition, challenged the sentencing and accessory measures; the specific legal dispute concerned the calculation of the confiscation amount, where the lower court failed to deduct €5,195 in secured cash that the court had released to the defendant. Relying on § 73c Sentence 1 of the German Criminal Code, the appellate court determined that the defendant's valid waiver of the secured, non-implicated funds extinguished the state's claim to payment for that specific amount, thereby making the corresponding value confiscation legally inadmissible.

Schlagwörter

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strafrechtliche Einziehung Strafzumessung wegen Drogenhandels Barzahlung Ertrag Streitwert Einziehung unter internationalen Sanktionen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Cited in the dispositive to justify the rejection of the further parts of the revision as evidently unfounded.

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Volltext

1. Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Wiesbaden vom 14. Oktober 2022 aufgehoben, soweit die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 140 € angeordnet ist; die Einziehungsentscheidung entfällt.

2. Die weitergehende Revision wird verworfen.

3. Der Angeklagte hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen „bewaffneten unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln (Marihuana, Haschisch und Kokain) in nicht geringer Menge in Tateinheit mit unerlaubtem Besitz von Betäubungsmitteln (Marihuana, Haschisch und Kokain) in nicht geringer Menge in Tateinheit mit vorsätzlichem verbotenen Besitz von Waffen und Munition (halbautomatische Kurzwaffe und Patronenmunition) sowie wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln“ zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt und die „Einziehung des Wertersatzes“ in Höhe von 140 € angeordnet. Die auf die ausgeführte Sachrüge gestützte Revision des Angeklagten hat den aus der Beschlussformel ersichtlichen Teilerfolg; im Übrigen ist das Rechtsmittel offensichtlich unbegründet (§ 349 Abs. 2 StPO).

1. Die auf die Sachrüge veranlasste Überprüfung des Urteils hat zum Schuld- und Strafausspruch keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben. Auch das Absehen von einer Maßregel sowie das Unterbleiben einer Kompensationsentscheidung sind nicht zu beanstanden.

2. Hingegen hat die Einziehungsentscheidung keinen Bestand. Das Landgericht hätte von den – zutreffend ermittelten − Betäubungsmittelerlösen in Höhe von 140 € das bei diesem sichergestellte und von ihm freigegebene Bargeld in Höhe von 5.195 € in Abzug bringen müssen. Der wirksame Verzicht auf sichergestelltes – nicht inkriminiertes – Geld bringt den staatlichen Zahlungsanspruch nach § 73c Satz 1 StGB in Höhe des jeweiligen Betrages zum Erlöschen. Die Einziehung des Wertes von Taterträgen ist insoweit ausgeschlossen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 11. Dezember 2018 – 5 StR 198/18, BGHSt 63, 305, 311; vom 4. Juli 2019 – 4 StR 590/18, juris Rn. 18; vom 11. November 2020 – 1 StR 415/20, juris Rn. 2; vom 24. November 2021 – 4 StR 358/21, juris Rn. 4). Die Einziehungsentscheidung hatte daher zu entfallen.

Franke

Krehl

Meyberg

RiBGH Dr. Grube ist erkranktund daher an der Unterschriftgehindert.

Schmidt

Franke