Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
III ZB 37/23, III ZB 38/23 ECLI:DE:BGH:2023:220623BIIIZB37.23.0 KI-generiert

Legal aid denial for non-statutory Rechtsbeschwerde against civil procedure interlocutory orders

Geschäftsnummer III ZB 37/23, III ZB 38/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Court of Justice dismissed the application for legal aid to file a *Rechtsbeschwerde* (non-appealable legal complaint), leaving the lower court decisions regarding the rejection of the debt enforcement application and the dismissal of the judge recusal motion in force. The dispute concerned a claim for damages based on a tort official's alleged breach of duty of care, pursued via a default judgment application where the applicant had also sought legal aid and filed a judge recusal motion. The court ruled that the *Rechtsbeschwerde* was inadmissible because it is only permissible if expressly provided for by statute or if explicitly granted by the lower court in the challenged order, neither of which occurred here; consequently, the applicant could not successfully argue that the lower court had a duty to grant leave for this specific remedy under § 574 Abs. 1 Satz 1 ZPO, as such an argument is not a valid ground for this type of complaint.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 ZPO; Legal aid denial for non-statutory Rechtsbeschwerde against civil procedure interlocutory orders: The dispute concerned a claim for damages based on a tort official's alleged breach of duty of care, pursued via a default judgment application where the applicant had also sought legal aid and filed a judge recusal motion. The court ruled that the *Rechtsbeschwerde* was inadmissible because it is only permissible if expressly provided for by statute or if explicitly granted by the lower court in the challenged order, neither of which occurred here; consequently, the applicant could not successfully argue that the lower court had a duty to grant leave for this specific remedy under § 574 Abs. 1 Satz 1 ZPO, as such an argument is not a valid ground for this type of complaint.

Schlagwörter

KI-generiert
unentgeltliche Rechtspflege Ausstandsbegehren anfechtbarer Zwischenentscheid Dienstverletzung Zivilurteil gesetzliche Voraussetzungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
II ZB 24/03
November 2004 - II ZB 24/03, NJW-RR 2005, 294 f).
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO

Legal basis for denying legal aid because the intended legal action (Rechtsbeschwerde) does not offer sufficient prospects of success.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Die Bewilligung von Prozesskostenhilfe für eine Rechtsbeschwerde gegen die Beschlüsse der 10. Zivilkammer des Landgerichts Magdeburg vom 14. März 2023 - 10 T 29 und 30/23 - wird abgelehnt.

[GRUENDE]

I. Der Antragsteller hat am 31. Dezember 2022 aus abgetretenem Recht einen Antrag beim Amtsgericht auf Erlass eines Mahnbescheids wegen einer auf eine Amtspflichtverletzung gestützten Schadensersatzforderung gegen den Antragsgegner gestellt und zugleich die Bewilligung von Prozesskostenhilfe beantragt. Die Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle hat die Anträge nach Anhörung des Antragsgegners zurückgewiesen (vgl. § 36b Abs. 1 Satz 1 des RPflG; § 1 Abs. 1 Nr. 2 der Verordnung zur Übertragung von Rechtspflegeraufgaben auf den Urkundsbeamten der Geschäftsstelle vom 22.

September 2004, GVBl. LSA, 724). Gegen diese Entscheidung hat der Antragsteller Erinnerung eingelegt, der die Urkundsbeamtin nicht abgeholfen und die Sache dem zuständigen Amtsrichter zur Entscheidung vorgelegt hat. Diesen hat der Antragsteller wegen der Besorgnis der Befangenheit abgelehnt. Der Amtsrichter hat das Ablehnungsgesuch als unzulässig verworfen und die Erinnerung als unbegründet zurückgewiesen. Die dagegen gerichteten sofortigen Beschwerden, denen das Amtsgericht nicht abgeholfen hat, hat das Landgericht zurückgewiesen. Gegen beide Entscheidungen möchte sich der Antragsteller mit einem als Nichtzulassungsbeschwerde bezeichneten Rechtsmittel wenden.

II. Der Senat legt die Eingaben des Antragstellers vom 21. April 2023 als Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für eine - hier als Rechtsmittel allein in Betracht kommende - Rechtsbeschwerde aus. Prozesskostenhilfe kann jedoch nur gewährt werden, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Die Rechtsbeschwerde hat keine Erfolgsaussicht. Das Rechtsmittel ist nur statthaft, wenn dies im Gesetz ausdrücklich bestimmt ist oder das Rechtsbeschwerdegericht es in dem angefochtenen Beschluss zugelassen hat (§ 574 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Beide Voraussetzungen liegen hier nicht vor. Mit dem Rechtsmittel kann auch nicht geltend gemacht werden, das vorinstanzliche Gericht hätte die Rechtsbeschwerde zulassen müssen (siehe etwa BGH, Beschluss vom 8. November 2004 - II ZB 24/03, NJW-RR 2005, 294 f).

Herrmann Böttcher