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5 StR 235/23 ECLI:DE:BGH:2023:050723B5STR235.23.0 KI-generiert

Sentencing framework for armed narcotics trafficking in concurrence with firearms regulation violation: lesser-offense maximum prevails despite blocking effect of standard possession range

Geschäftsnummer 5 StR 235/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Fifth Criminal Senate of the Federal Court of Justice dismissed the defendant's appeal as unfounded, upholding the Hamburg Regional Court's conviction and sentencing while noting that the defendant bears the costs of the appellate proceedings. The dispute centered on the appropriate statutory sentencing framework for armed illicit trafficking and possession of narcotics in a quantity that is not small, committed in concurrence with a violation of a firearms prohibition order; the appellate court identified a legal error where the lower court incorrectly applied the standard 15-year maximum under § 29a BtMG instead of the reduced 10-year maximum for a lesser offense under § 30a Abs. 3 BtMG, although this error did not affect the final sentence because the trial court had already oriented its individual sentence toward the statutory minimum. The decision rests on the doctrine that in cases of concurrence, the lesser statutory maximum of the aggravated trafficking offense remains decisive, while the standard possession offense only exerts a blocking effect on the lower limit of the sentencing range.

Legislator-Regeste

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Sentencing framework for armed narcotics trafficking in concurrence with firearms regulation violation: lesser-offense maximum prevails despite blocking effect of standard possession range: The dispute centered on the appropriate statutory sentencing framework for armed illicit trafficking and possession of narcotics in a quantity that is not small, committed in concurrence with a violation of a firearms prohibition order; the appellate court identified a legal error where the lower court incorrectly applied the standard 15-year maximum under § 29a BtMG instead of the reduced 10-year maximum for a lesser offense under § 30a Abs. 3 BtMG, although this error did not affect the final sentence because the trial court had already oriented its individual sentence toward the statutory minimum. The decision rests on the doctrine that in cases of concurrence, the lesser statutory maximum of the aggravated trafficking offense remains decisive, while the standard possession offense only exerts a blocking effect on the lower limit of the sentencing range.

Schlagwörter

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Betäubungsmittelstrafzumessung qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz strafbare Handlung Mindeststrafe gesetzliches Verbot Widerhandlung gegen das Waffengesetz

Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 13. März 2023 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Das Landgericht hat den Angeklagten hinsichtlich der Tat nach Ziffer II.2 der Urteilsgründe wegen „bewaffneten unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit unerlaubtem Besitz von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und in Tateinheit mit Zuwiderhandlung einer vollziehbaren Anordnung nach § 41 Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 2 WaffG“ schuldig gesprochen. Im Rahmen der Strafzumessung hat es ausgehend vom Strafrahmen des § 30a Abs. 2 Nr. 2 BtMG einen minder schweren Fall nach § 30a Abs. 3 BtMG bejaht, einen minder schweren Fall nach § 29a Abs. 2 BtMG dagegen verneint. Die Strafkammer hat für die Tat sodann wie schon für die Tat nach Ziffer II.1 der Urteilsgründe „im Ergebnis ebenfalls den Strafrahmen des § 29a Abs. 1 BtMG (unerlaubter Besitz von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge) zu Grunde gelegt“ und die Anwendung dieses „regulären Strafrahmens des § 29a BtMG“ ausdrücklich für angemessen erachtet. Dabei hat sie jedoch verkannt, dass für die Tat weiterhin der Strafrahmen des minder schweren Falls nach § 30a Abs. 3 BtMG mit seiner Strafrahmenobergrenze von zehn Jahren Freiheitsstrafe maßgeblich blieb und der zurücktretende Tatbestand nach § 29a Abs. 1 BtMG (Strafdrohung von einem Jahr bis zu 15 Jahren Freiheitsstrafe) demgegenüber lediglich eine Sperrwirkung hinsichtlich seiner Strafrahmenuntergrenze entfaltete (vgl. nur BGH, Beschlüsse vom 16. November 2021 – 3 StR 200/21; vom 1. September 2020 – 3 StR 469/19). Auf diesem Rechtsfehler beruht das Urteil jedoch nicht, weil sich das Landgericht bei der Zumessung der Einzelstrafe ersichtlich an der Strafrahmenuntergrenze orientiert hat.

Gericke

Mosbacher

Resch

von Häfen

Werner