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VI ZR 73/25 ECLI:DE:BGH:2026:300626BVIZR73.25.0 KI-generiert

Denial of duty counsel for futile complaint against hearing denial; no violation of legal hearing when lower court rejected appeal on merits

Geschäftsnummer VI ZR 73/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the plaintiff's application for the assignment of a duty counsel to file a complaint against a hearing denial (Anhörungsrüge), ruling that the applicant did not prevail and the prior court order remains in force. The dispute arose from the plaintiff's attempt to challenge a BGH decision refusing to admit an appeal for a second-instance review, claiming the initially mandated lawyer negligently failed to file the complaint; however, the court found the lawyer had properly assessed the lack of prospects for success and that the underlying legal hearing right under Article 103(1) of the German Basic Law was not violated, as the court had fully considered the arguments on the merits. The decisive legal basis included Section 78b(1) of the Code of Civil Procedure regarding the prerequisites for assigning duty counsel, which are not met when a lawyer declines to file a clearly futile legal remedy based on a proper assessment of the case, and the procedural principle that an application for reinstatement cannot be decided preparatorily without the actual filing of the subsequent complaint.

Legislator-Regeste

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§ 78b Abs. 1 ZPO, § 321a ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG, § 543 Abs. 2 ZPO; Denial of duty counsel for futile complaint against hearing denial; no violation of legal hearing when lower court rejected appeal on merits: The dispute arose from the plaintiff's attempt to challenge a BGH decision refusing to admit an appeal for a second-instance review, claiming the initially mandated lawyer negligently failed to file the complaint; however, the court found the lawyer had properly assessed the lack of prospects for success and that the underlying legal hearing right under Article 103(1) of the German Basic Law was not violated, as the court had fully considered the arguments on the merits. The decisive legal basis included Section 78b(1) of the Code of Civil Procedure regarding the prerequisites for assigning duty counsel, which are not met when a lawyer declines to file a clearly futile legal remedy based on a proper assessment of the case, and the procedural principle that an application for reinstatement cannot be decided preparatorily without the actual filing of the subsequent complaint.

Schlagwörter

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Recht auf einen Verteidiger Beschwerdelegitimation Verletzung von Verfahrensrechten amtliche Rechtsverbeiständung ZPO-Bestimmung Pflicht zum persönlichen Erscheinen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 78b Abs. 1 ZPO

The procedural provision governing the application for the assignment of a duty counsel, which the court applied to dismiss the request as unfounded.

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Volltext

Der Antrag des Klägers auf Beiordnung eines Notanwalts zur Einlegung einer Anhörungsrüge gegen den Beschluss des Senats vom 13. April 2026 wird abgelehnt.

[GRUENDE]

1. Der Antrag des Klägers auf Beiordnung eines Notanwalts (§ 78b Abs. 1 ZPO) ist unbegründet.

a) Die Beiordnung eines Notanwalts kann nicht deshalb verlangt werden, weil der zunächst mandatierte Rechtsanwalt beim Bundesgerichtshof nach Prüfung der Sach- und Rechtslage die Erfolgsaussicht verneint und deshalb nicht bereit ist, ein von ihm bereits eingelegtes Rechtsmittel nach den Vorstellungen und Vorgaben der Partei trotz fehlender Aussicht auf Erfolg zu begründen. Gleiches gilt, wenn der mit der Durchführung eines Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens mandatierte Rechtsanwalt nach Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde durch den Bundesgerichtshof nach Prüfung der Sach- und Rechtslage die Erfolgsaussicht einer Anhörungsrüge (§ 321a ZPO) verneint und deshalb nicht bereit ist, diese beim Bundesgerichtshof einzureichen (vgl. BGH, Beschluss vom 23. Mai 2024 - III ZR 183/23, juris Rn. 5 f.).

So liegt der Fall hier. Der Prozessbevollmächtigte des Klägers hat diesem mit - vom Kläger vorgelegten - Schreiben vom 21. und 22. April 2026 dargelegt, dass eine Anhörungsrüge aussichtslos und auch mit Blick auf eine Verfassungsbeschwerde nicht erforderlich sei. Einen solchen von vorneherein aussichtslosen Rechtsbehelf werde er nicht einreichen. Er sei hierzu auch nicht verpflichtet. Im Übrigen habe er sämtliche Rügen geprüft, auch die vom Kläger behauptete Manipulierung der Akten. Anhaltspunkte hierfür hätten sich nicht ergeben. Die Akten hätten ihm vorgelegen. Auch die weiteren Gesichtspunkte gingen ins Leere. Die möglichen Rügen seien erhoben worden.

b) Zudem wäre eine Anhörungsrüge aussichtslos. Der Beschluss des Senats vom 17. April 2026 verletzt den Anspruch des Klägers auf Gewährung rechtlichen Gehörs aus Art. 103 Abs. 1 GG nicht. Der Senat hat die Ausführungen in der Nichtzulassungsbeschwerdebegründung in vollem Umfang zur Kenntnis genommen, nur in der Sache - abweichend von der Auffassung des Klägers - keinen Grund für die Zulassung der Revision (§ 543 Abs. 2 ZPO) festgestellt.

2. Eine Entscheidung über den "Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand im Hinblick auf die grob fahrlässig versäumte Einlegung der Anhörungsrüge" kann nicht vorsorglich oder vorbereitend für eine spätere - hier nicht erfolgte - Erhebung einer Anhörungsrüge erfolgen.

Seiters

Klein

Allgayer

Böhm

Linder