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2 StR 350/17 ECLI:DE:BGH:2017:281117B2STR350.17.0 KI-generiert

Competitive relationship between attempted arson causing death and attempted especially serious arson

Geschäftsnummer 2 StR 350/17
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) rejected the defendant’s appeal and affirmed the Landgericht Aachen’s conviction, correcting the legal qualification to find the defendant guilty of attempted murder in three instances, each in concurrence with attempted arson causing death, serious arson, and dangerous bodily injury. The dispute concerned the competitive relationship (Konkurrenzverhältnis) between the charges of attempted especially serious arson and attempted arson causing death arising from the underlying criminal conduct. Ruling that the lesser offense of attempted especially serious arson under § 306b StGB is subsumed by the more specific offense of attempted arson causing death under § 306c StGB due to statutory concurrence (Gesetzeskonkurrenz) and the exhaustive coverage of the unlawfulness by the latter provision, the court held that both attempted arson causing death and completed serious arson stand in a relationship of ideal concurrence (Tateinheit).

Legislator-Regeste

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§ 306a Abs. 1 StGB, § 306c StGB, § 306b StGB; Competitive relationship between attempted arson causing death and attempted especially serious arson: Zutreffend hat das Landgericht angenommen, dass die Tatbestände der versuchten Brandstiftung mit Todesfolge (§§ 306c, 22 StGB) und der (vollendeten) schweren Brandstiftung (§ 306a Abs. 1 StGB) im Verhältnis der Tateinheit zueinander stehen (vgl. BGH, Beschluss vom 31. August 2004 - 1 StR 347/04, JR 2005, 127 mit Anm. Wolff).

Schlagwörter

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Brandstiftung versuchter Mord Realkonkurrenz von Straftaten Tötung vollendeter Versuch Valutaverhältnis
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Volltext

Brandstiftung: Konkurrenzverhältnis zwischen versuchter besonders schwerer Brandstiftung und versuchter Brandstiftung mit Todesfolge

[TENOR]

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Aachen vom 11. Mai 2017 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass der Angeklagte des versuchten Mordes in drei tateinheitlichen Fällen, jeweils in Tateinheit mit versuchter Brandstiftung mit Todesfolge, schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung schuldig ist.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels und die der Nebenklägerin hierdurch entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Zutreffend hat das Landgericht angenommen, dass die Tatbestände der versuchten Brandstiftung mit Todesfolge (§§ 306c, 22 StGB) und der (vollendeten) schweren Brandstiftung (§ 306a Abs. 1 StGB) im Verhältnis der Tateinheit zueinander stehen (vgl. BGH, Beschluss vom 31. August 2004 - 1 StR 347/04, JR 2005, 127 mit Anm. Wolff).

Demgegenüber tritt - worauf der Generalbundesanwalt zutreffend hingewiesen hat - die versuchte besonders schwere Brandstiftung (§ 306b Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 1 StGB) im Wege der Gesetzeskonkurrenz hinter die versuchte Brandstiftung mit Todesfolge (§ 306c StGB) zurück, weil der Unrechtsgehalt der Handlung insoweit schon erschöpfend vom Straftatbestand des § 306c StGB erfasst ist (zum Verhältnis von § 306b StGB und § 306c StGB vgl. Fischer, StGB, 64. Aufl. § 306c Rn. 7).

Appl

Bartel

Wimmer

Grube

Schmidt