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5 StR 83/26 ECLI:DE:BGH:2026:210526B5STR83.26.0 KI-generiert

Liability for value of criminal proceeds: insufficient proof of intermediary transfer limits confiscation order

Geschäftsnummer 5 StR 83/26
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (5th Criminal Senate) partially granted the defendant’s appeal, vacating the lower court’s order to confiscate the value of criminal proceeds only to the extent it exceeded €200,350, while affirming the remainder and supplementing the judgment to impose joint and several liability on the defendant for €54,850. In a case involving drug trafficking in non-trivial quantities resulting in a six-year imprisonment sentence and a total confiscation order of €430,600, the appellant challenged the legal basis for the full amount of the asset forfeiture. The appellate court held that the first instance failed to concretely establish that intermediaries had passed specific earnings to the defendant, thereby failing to meet the burden of proof for the excess amount, but upheld the remainder based on established facts and corrected the liability structure for a specific sub-amount under the principles of § 354 StPO and § 353 Abs. 2 StPO.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 353 Abs. 2 StPO, § 354 Abs. 1 StPO; Liability for value of criminal proceeds: insufficient proof of intermediary transfer limits confiscation order: In a case involving drug trafficking in non-trivial quantities resulting in a six-year imprisonment sentence and a total confiscation order of €430,600, the appellant challenged the legal basis for the full amount of the asset forfeiture. The appellate court held that the first instance failed to concretely establish that intermediaries had passed specific earnings to the defendant, thereby failing to meet the burden of proof for the excess amount, but upheld the remainder based on established facts and corrected the liability structure for a specific sub-amount under the principles of § 354 StPO and § 353 Abs. 2 StPO.

Schlagwörter

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Einziehung von Deliktsvermögen Ertrag Haftungsbegründung Betäubungsmittelhandel Vermögen E-Justice

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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2 StR 51/21
September 2021 - 2 StR 51/21 Rn.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 354 Abs. 1 StPO

Procedural rule applied in the dispositive to supplement the judgment with a joint and several liability order for a specific amount.

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Volltext

1. Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Leipzig vom 12. November 2025 im Ausspruch über die Anordnung der Einziehung des Wertes von Taterträgen aufgehoben, soweit sie einen Betrag von 200.350 Euro übersteigt und dahingehend ergänzt, dass der Angeklagte hinsichtlich des genannten Betrages in Höhe von 54.850 Euro als Gesamtschuldner haftet.

2. Die weitergehende Revision wird verworfen.

3. Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in drei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt und die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 430.600 Euro angeordnet. Die Revision des Angeklagten erzielt den aus der Beschlussformel ersichtlichen Teilerfolg und ist im Übrigen unbegründet (§ 349 Abs. 2 StPO).

Der Generalbundesanwalt hat in seiner Antragsschrift ausgeführt, dass die Einziehungsentscheidung keinen Bestand haben könne, soweit sie den Betrag von 200.350 Euro übersteige. Denn es sei nicht konkret belegt, dass die vom Angeklagten beauftragten Empfänger die Einnahmen insoweit an den Angeklagten weitergeleitet hatten. Dem verschließt sich der Senat nicht und hebt die Einziehungsentscheidung insoweit auf. Die zugehörigen Feststellungen können bestehen bleiben (§ 353 Abs. 2 StPO); sie dürfen um solche ergänzt werden, die den bisherigen nicht widersprechen.

Die nach Aufhebung verbleibende Einziehungsanordnung bedarf insoweit der Korrektur, als der Angeklagte hinsichtlich eines Teilbetrages von 54.850 Euro (Fall II.3 der Urteilsgründe) als Gesamtschuldner haftet (vgl. Antragsschrift des Generalbundesanwalts). Der Senat ergänzt den Ausspruch in entsprechender Anwendung von § 354 Abs. 1 StPO (vgl. BGH, Beschluss vom 16. September 2021 - 2 StR 51/21 Rn. 8).

Cirener

Gericke

Köhler

Resch

von Häfen