Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1 StR 441/25 ECLI:DE:BGH:2026:020426B1STR441.25.0 KI-generiert

Anhörungsrüge: Failure to re-examine arguments where right to be heard was already granted

Geschäftsnummer 1 StR 441/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the defendant's objection to a denial of a hearing (Anhörungsrüge) and ordered him to bear the costs. The defendant had challenged the BGH's earlier dismissal of his appeal against a Dresden Regional Court judgment, alleging a violation of his right to be heard because the court allegedly ignored his personally submitted handwritten arguments regarding the statute of limitations. The court ruled that the initial panel had thoroughly deliberated and examined the appeal, and that it had reviewed procedural bars such as the statute of limitations ex officio, rendering the specific objection regarding the ignored submission moot. Consequently, the BGH held that the Anhörungsrüge does not serve to force a re-examination of arguments when the right to be heard has already been granted, applying § 356a Code of Criminal Procedure (StPO) for the procedural remedy and § 345 StPO regarding the form-invalidity of the original objection, with costs assessed under a corresponding application of § 465 StPO.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 356a StPO, § 345 Abs. 2 StPO, § 465 StPO; Anhörungsrüge: Failure to re-examine arguments where right to be heard was already granted: The defendant had challenged the BGH's earlier dismissal of his appeal against a Dresden Regional Court judgment, alleging a violation of his right to be heard because the court allegedly ignored his personally submitted handwritten arguments regarding the statute of limitations. The court ruled that the initial panel had thoroughly deliberated and examined the appeal, and that it had reviewed procedural bars such as the statute of limitations ex officio, rendering the specific objection regarding the ignored submission moot. Consequently, the BGH held that the Anhörungsrüge does not serve to force a re-examination of arguments when the right to be heard has already been granted, applying § 356a Code of Criminal Procedure (StPO) for the procedural remedy and § 345 StPO regarding the form-invalidity of the original objection, with costs assessed under a corresponding application of § 465 StPO.

Schlagwörter

KI-generiert
Anspruch auf rechtliches Gehör Verletzung von Verfahrensrechten Verjährungsfrist Wiederaufnahme des Abwesenheitsverfahrens Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Beweislosigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Die Anhörungsrüge des Verurteilten vom 15. Februar 2026 gegen den Senatsbeschluss vom 25. November 2025 wird auf seine Kosten zurückgewiesen.

[GRUENDE]

1. Der Senat hat die Revision des Verurteilten gegen das Urteil des Landgerichts Dresden vom 15. Mai 2025 durch Beschluss vom 25. November 2025, seinem Verteidiger zugestellt am 10. Februar 2026, als unbegründet verworfen. Dagegen wendet sich der Verurteilte mit der am 17. Februar 2026 beim Bundesgerichtshof eingegangenen Anhörungsrüge (§ 356a StPO). Er macht geltend, der Senat habe den von ihm persönlich eingereichten Vortrag zur Begründung seiner Revision nicht zur Kenntnis genommen und dadurch sein Recht auf rechtliches Gehör verletzt.

2. Der Rechtsbehelf des Verurteilten bleibt ohne Erfolg. Der Senat hat bei seiner Entscheidung weder Verfahrensstoff verwertet, zu dem der Verurteilte nicht gehört worden ist, noch hat er zu berücksichtigendes Vorbringen des Verurteilten übergangen. Er hat über dessen Revision eingehend und umfassend beraten, diese aber nicht für durchgreifend erachtet. Soweit der Verurteilte rügt, der Senat habe den handschriftlichen, von ihm persönlich eingereichten Vortrag zur - behaupteten - Verfolgungsverjährung missachtet, sei er darauf hingewiesen, dass der Senat das Vorliegen von Verfahrenshindernissen - ungeachtet der Formunwirksamkeit der vom Beschwerdeführer selbst angebrachten Beanstandung (§ 345 Abs. 2 StPO) - von Amts wegen geprüft hat. Es kommt deshalb nicht darauf an, dass sich der Beschwerdevortrag letztlich in einer Wiederholung des bereits zuvor angebrachten Vorbringens erschöpft, welches der Senat bereits geprüft und mit einer die Antragsschrift des Generalbundesanwalts ergänzenden Bemerkung teilweise ausdrücklich verbeschieden hat. Die Anhörungsrüge dient, wenn - wie hier - rechtliches Gehör gewährt worden ist, nicht dazu, das Revisionsgericht zu veranlassen, das Vorbringen der Antragstellerin nochmals zu überprüfen (vgl. auch BGH, Beschluss vom 2. September 2015 - 1 StR 207/15 Rn. 7 mwN).

3. Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung des § 465 StPO.

Jäger

Ri'inBGH Dr. Fischer isturlaubsbedingt gehindertzu signieren.

Wimmer

Jäger

Allgayer

Welnhofer-Zeitler