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2 ARs 139/23 ECLI:DE:BGH:2023:240523B2ARS139.23.0 KI-generiert

Admissibility of procedural transfer in juvenile criminal proceedings when the defendant changes residence prior to indictment

Geschäftsnummer 2 ARs 139/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) quashed the order of the Leipzig District Court’s Juvenile Judge to transfer the criminal proceedings to another venue, ruling that the originating court must retain jurisdiction. The dispute concerned the admissibility of a procedural transfer under German Juvenile Court Law, where the lower court sought to move the case because the accused had relocated from Leipzig to Pforzheim. The decisive legal basis was § 42(3) sentence 1 JGG, under which a transfer is impermissible if the defendant changes their place of residence before the formal filing of the indictment; since the move occurred on July 25, 2021, two days prior to the indictment on July 28, 2021, the transfer was void and the original court remained responsible for the investigation and decision.

Legislator-Regeste

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Admissibility of procedural transfer in juvenile criminal proceedings when the defendant changes residence prior to indictment: Einer Verfahrensabgabe nach § 42 Abs. 3 Satz 1 JGG steht entgegen, dass der Angeklagte bereits am 25. Juli 2021 und damit vor der erst am 28. Juli 2021 bei dem Amtsgericht Leipzig erfolgten Anklageerhebung von Leipzig nach Pforzheim verzogen war. Eine Verfahrensabgabe ist bei dieser Sachlage nicht zulässig (BGHR JGG § 42 Abs. 3 Abgabe 2); es verbleibt somit bei der Zuständigkeit des Amtsgerichts Leipzig.

Schlagwörter

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Anklagezulassung Wechsel des Kindesaufenthaltsorts prozessleitende Verfügungen Strafurteil Überstellung verurteilter Personen Entscheidungen über die Umsetzung oder Versetzung
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Volltext

Der Abgabebeschluss des Amtsgerichts – Jugendrichters Leipzig – vom 2. März 2023 wird aufgehoben.

Dieses Gericht ist für die Untersuchung und Entscheidung weiter zuständig.

[GRUENDE]

Einer Verfahrensabgabe nach § 42 Abs. 3 Satz 1 JGG steht entgegen, dass der Angeklagte bereits am 25. Juli 2021 und damit vor der erst am 28. Juli 2021 bei dem Amtsgericht Leipzig erfolgten Anklageerhebung von Leipzig nach Pforzheim verzogen war. Eine Verfahrensabgabe ist bei dieser Sachlage nicht zulässig (BGHR JGG § 42 Abs. 3 Abgabe 2); es verbleibt somit bei der Zuständigkeit des Amtsgerichts Leipzig.

Franke

Appl

RiBGH Prof. Dr. Krehl istwegen Krankheit gehindertzu unterschreiben.

Franke

Zeng

Grube