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6 StR 62/23 ECLI:DE:BGH:2023:150523B6STR62.23.0 KI-generiert

Insufficiency of molecular genetic evidence in judgment grounds deemed immaterial due to cumulative corroborating evidence

Geschäftsnummer 6 StR 62/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice dismissed the defendant's appeal against a conviction by the Hanover Regional Court, upholding the lower court's judgment. The dispute centered on a criminal trial where the defendant challenged the trial court's reasoning regarding molecular genetic comparison results. Although the appellate court noted that the lower court failed to meet established legal standards by not specifying the trace type or the biostatistical probability in numerical form, it held that this defect was immaterial to the outcome due to the multitude of other incriminating evidence against the defendant. Consequently, the court applied the principle of harmless error under § 337 Abs. 1 StPO, ruling that the legal error did not influence the verdict, and ordered the defendant to bear the costs of the appeal and necessary expenses for the auxiliary plaintiff.

Legislator-Regeste

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§ 337 Abs. 1 StPO; Insufficiency of molecular genetic evidence in judgment grounds deemed immaterial due to cumulative corroborating evidence: Die Darstellung der Ergebnisse der molekulargenetischen Vergleichsuntersuchungen in den Urteilsgründen entspricht zwar nicht den Anforderungen, die nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs an sie zu stellen sind (vgl. etwa BGH, Beschlüsse vom 9. Januar 2023 – 6 StR 462/22; vom 14. September 2022 − 4 StR 140/22; vom 28. August 2018 – 5 StR 50/17, BGHSt 63, 187), weil weder die Spurenart noch die biostatistische Wahrscheinlichkeit in numerischer Form mitgeteilt werden (vgl. KK-StPO/Tiemann, 9. Aufl., § 261 Rn. 138 mwN). Allerdings schließt der Senat angesichts der Vielzahl der weiteren den Angeklagten belastenden Umstände aus, dass das Urteil auf diesem Rechtsfehler beruht (§ 337 Abs. 1 StPO).

Schlagwörter

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Beweisnotstand DNA-Beweis Beweisgründe E-Justice Kausalitätsnachweis Justizirrtum

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hannover vom 23. September 2022 wird als unbegründet verworfen.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die dem Nebenkläger im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Die Darstellung der Ergebnisse der molekulargenetischen Vergleichsuntersuchungen in den Urteilsgründen entspricht zwar nicht den Anforderungen, die nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs an sie zu stellen sind (vgl. etwa BGH, Beschlüsse vom 9. Januar 2023 – 6 StR 462/22; vom 14. September 2022 − 4 StR 140/22; vom 28. August 2018 – 5 StR 50/17, BGHSt 63, 187), weil weder die Spurenart noch die biostatistische Wahrscheinlichkeit in numerischer Form mitgeteilt werden (vgl. KK-StPO/Tiemann, 9. Aufl., § 261 Rn. 138 mwN). Allerdings schließt der Senat angesichts der Vielzahl der weiteren den Angeklagten belastenden Umstände aus, dass das Urteil auf diesem Rechtsfehler beruht (§ 337 Abs. 1 StPO).

Sander

Feilcke

Wenske

von Schmettau

Arnoldi